Corona-Virus in Linz-Land
„Nicht auf die leichte Schulter nehmen“

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Vorsicht ist das Gebot der Stunde: Mehr als 500 Personen befinden sich in Linz-Land in Quarantäne.

LINZ-LAND (nikl). „Diese Personengruppe umfasst Corona-Verdachtsfälle sowie Angehörige von Corona-Infizierten“, betont Manfred Hageneder, Bezirkshauptmann von Linz-Land. Das Ziel der Behörde: Die Verbreitung des Virus um jeden Preis einzudämmen beziehungsweise zu verlangsamen. Dafür wurde in der Bezirkshauptmannschaft ein 20-köpfiger Stab eingerichtet, der von 7 Uhr Früh bis 24 Uhr nachts etwa Testungen veranlasst oder sich um Quarantäne-Bescheide kümmert. Mit Stand Samstag, 20. März, gab es im Bezirk 52 Corona-Infizierte.

Das ist das Um und Auf

Das Um und Auf für den Bezirkshauptmann ist: „Die sozialen Kontakte einzuschränken, damit es zu keiner Überlastung durch Corona-Infizierte in den Krankenhäusern kommt. Befolgen Sie die Anweisungen der Regierung.“ Information steht auch für Hageneder an oberster Stelle: „Wir versuchen, alle Fragestellungen der Gemeinden so rasch wie möglich zu beantworten. Seit Montag, 16. März, schicken wir auch die Statistiken mit den Fallzahlen an die Kommunen.“ Für den Bezirkshauptmann ist es hier auch einmal Zeit, danke zu sagen: „Bei allen Einsatzkräften und Mitarbeitern in den Pflegeheimen, diese verdienen meinen höchsten Respekt.“

Nur das Einsatzgeschehen abarbeiten

Stellvertretend für die Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk nimmt diesen Bezirkskommandant Helmut Födermayr entgegen. Seine Einsatzorganisation hat bereits vergangene Woche den Betrieb heruntergefahren: „Bis 3. April haben wir jetzt einmal alles – von der Einsatzübung bis zum Feuerwehrfest – heruntergefahren. Im Moment arbeiten wir bei den Freiwilligen Feuerwehren nur noch das Einsatzgeschehen ab.“ Mit diesen drastischen Maßnahmen ist der oberste Feuerwehrmann im Bezirk Linz-Land sicher, dass genügend Leute da sind, wenn diese gebraucht werden.

Großteil der Verbreitung geht nur
durch die Blödheit der Menschen

Sehr enttäuscht ist Födermayr hingegen von einem kleinen Teil der Bevölkerung in Linz-Land: „Entschuldigung, aber das muss man sagen: Ein Großteil der Verbreitung geht nur durch die Blödheit der Menschen. Wie viele Menschen nehmen das Corona-Virus noch auf die leichte Schulter, unwahrscheinlich. Unter dem Motto: Alles was man nicht sieht, ist nicht da.“ Deshalb kann Födermayr nur nochmals den Appell des Bezirkshauptmanns unterstreichen: „Haltet die Anweisungen ein.“

Stolz auf die Bevölkerung

Ein Musterbeispiel, wo es funktioniert, ist Allhaming: unaufgeregt und gut organisiert. Das zeigte sich auch am 16. März bei der Schließung der Schule im Ort. „Ich bin stolz auf meine Bevölkerung, dass sie es geschafft hat, die Kinderbetreuung so zu regeln, die Kinder vom ersten Tag an zu Hause zu betreuen“, betont Allhamings Bürgermeisterin Jutta Enzinger. Auch für einen Einkaufsservice, wie in vielen anderen Gemeinden in Linz-Land, für Personen der Risikogruppe, ist gesorgt. „Mit diesen Maßnahmen, die wir jetzt haben, können wir momentan leben. Dennoch sollten alle, die immer noch glauben, es ist ein Spaß, diesen Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich wünsche mir, dass diese Situation höchstens bis Ostern andauernd wird.“

Autor:

Klaus Niedermair aus Linz-Land

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