Verfahren abgeschlossen
Weg frei für neue Autobahn-Anschlussstelle Traun

Thomas Altof (Bgm. Pucking) gemeinsam Landesrat Günther Steinkellner und Christian Partoll (Bgm. Ansfelden).
 | Foto: Land OÖ/Kauder
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Rechtsmittelverfahren rund um die neue A1-Anschlussstelle Traun und die B139 Neu bei Haid ist endgültig abgeschlossen. Damit besteht nun volle Rechtssicherheit für die Umsetzung des Jahrhundertprojekts.

ANSFELDEN/PUCKING. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) am 15. April 2026 seine Entscheidung im Verfahren mündlich verkündet hatte, wurde innerhalb der gesetzlichen Frist von 14 Tagen von den Beschwerdeführern keine schriftliche Ausfertigung des Erkenntnisses beantragt.
Da kein entsprechender Antrag eingebracht wurde, sind keine weiteren Rechtsmittel mehr möglich. Damit ist der Weg für das Infrastrukturprojekt nun endgültig frei, sehr zur Freude von Landesrat Günther Steinkellner. „Nach jahrelangen Verzögerungen kann dieses zentrale Verkehrsprojekt ohne weitere rechtliche Hürden umgesetzt werden. Die neue Anschlussstelle und die B139 Neu bringen eine dringend notwendige Entlastung für die Menschen in der Region und schaffen gleichzeitig bessere Voraussetzungen für Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität.“

Beschwerde abgewiesen

Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Beschwerden der Bürgerinitiative „Grüngürtel statt Westspange“ gegen die beiden teilkonzentrierten UVP-Genehmigungen für die AST Traun/Haid – unter Abänderung einzelner Spruchpunkte – abgewiesen. Gleichzeitig wurde das Verfahren betreffend die Beschwerden der OÖ Umweltanwaltschaft eingestellt.
Bereits Ende Dezember 2023 lagen die erstinstanzlichen Genehmigungen vor, ehe eingebrachten Beschwerden den weiteren Projektfortschritt verzögerten. Erst im Herbst 2025 waren die Einsprüche gegen die B139-Umfahrung endgültig abgewiesen worden.

Jahrelange Verzögerung

„Die Bürgerinitiative hat über Jahre massive Verzögerungen verursacht und damit auch die Projektkosten erhöht. Gleichzeitig stehen die Verkehrsteilnehmer rund um Haid tagtäglich im Stau. Deshalb braucht es diese leistungsfähige Verkehrslösung dringend“, betont Steinkellner. Ansfelden erwartet deutliche Entlastungen im Stadtgebiet sowie neue Entwicklungsmöglichkeiten rund um Haid Center, IKEA und die geplante Regiotram. "Besonders für die Menschen im Stadtgebiet bedeutet dieses Projekt weniger Stau, mehr Lebensqualität und gleichzeitig neue Chancen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts rund um Haid Center, IKEA und die geplante Regiotram“, betont Ansfeldens Bürgermister Christian Partoll.

Neue Perspektiven durch Projekt

In Pucking sieht man Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung sowie Verbesserungen bei Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss bei den neuen Auf-/Abfahrten. „Einen besseren Verkehrsfluss und gleichzeitig neue Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinde sehen wir durch ein mögliches Betriebsgebiet und die Verlängerung der Straßenbahn direkt vor die Gemeindegrenzen. Außerdem wurde zugesagt, bestehende Lärmschutzmaßnahmen im Zuge dieses Projektes auszubauen", erklärt Bürgermeister Thomas Altof.

Baustart ab 2027 geplant

Der Baustart für das Großprojekt ist weiterhin ab 2027 geplant. Voraussetzung dafür ist jedoch der erfolgreiche Abschluss der noch offenen Grundeinlöseverträge. Die Fertigstellung der neuen Umfahrung samt Anschlussstelle soll spätestens bis 2030 erfolgen. Die täglichen Staus und Behinderungen werden mit der neuen Verkehrsanbindung Geschichte sein. Ein Meilenstein für die ganze Region.

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