Michi Hayböck im Gespräch
Die heurige Skiflug-WM am Kulm fest im Blick

- Vorereitung auf die neue Saison: Michi Hayböck hat vor allem die Skiflug-WM am Kulm im Visier.
- Foto: JumpandReach
- hochgeladen von Oliver Wurz
Skispringer Michael Hayböck spricht unter anderem über die Vorbereitung und persönliche Saisonziele.
Wie haben Sie sich auf die neue Saison vorbereitet?
Die Vorbereitung für die neue Saison hat für mich dieses Jahr schon ca. 2 Wochen nach dem letzten Wettkampf der vergangenen Saison begonnen. Das Wichtigste für mich ist es, meinen Rücken problemfrei zu bekommen und zu halten. Deshalb ging es die ersten zwei Monate der Vorbereitung sehr viel um dieses Thema. Dies bedeutet viel Training im Rumpfbereich, oft auch mit einer eigenen Fitnesstrainerin, aber auch allgemein viele Stunden Training in der Kraftkammer. Ab Juli ging auch wieder das Training auf der Schanze los, es galt wieder einiges an Material zu testen, da es, wie mittlerweile schon fast jedes Jahr, wieder einige Änderungen bei den Regeln für das Material gibt.
Welche Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt und wie möchtest du diese erreichen?
Mein Hauptziel für die nächste Saison ist die Skiflug-WM am Kulm Ende Jänner. Dort möchte ich mich in Topform präsentieren und wenn mir das gelingt, kann ich auch um Medaillen mitkämpfen. Deshalb lag der Fokus in der Vorbereitung doch sehr in der Luftfahrt und das beste Material für das Skifliegen herauszufinden.
Welche Veränderungen haben Sie in Ihrer Technik oder Ausrüstung vorgenommen, um dich weiterzuentwickeln und noch besser zu werden?
Das ist schwer zu beantworten. Es gilt jedes Jahr wieder, die eigenen Stärken zu fördern und die Fehler zu beseitigen. Meist geht es da immer um dieselben Punkte. Ich habe wieder versucht, mit meinem strategischen Coach Patrick einen guten Plan zu erstellen, wie ich mich körperlich, technisch und auch in Sachen Persönlichkeit weiterentwickeln kann. Im Spitzensport darf keiner dieser Punkte vernachlässigt werden, denn nur so kann man sich an der Spitze halten. Und die Veränderungen im Reglement und daher am Material muss man sowieso hinnehmen, das Beste herausholen und das Optimum für sich selbst finden.
Wie wichtig ist Ihnen der Saisonauftakt und wie beeinflusst er Ihre Motivation für den Rest der Saison?
Ein guter Saisonauftakt ist immer erstrebenswert, da man so weiß, dass alles passt und man nicht viel aufholen muss. Aber auch, wenn der Start nicht ganz glückt, muss man dem eigenen Plan folgen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und Woche für Woche fleißig sein und weiterarbeiten. Die Motivation beeinflusst der Auftakt nicht wirklich. Nach vielen Monaten Vorbereitung und harten Trainings ist jeder froh, dass es endlich los geht und die Wettkämpfe starten.
Welche Konkurrenten sehen Sie als Ihre größte Herausforderung in dieser Saison und wie möchten Sie sich gegen sie behaupten?
Welche Athleten oder welche Nationen in dieser Saison stark sein werden, wird sich erst zeigen, wenn die Saison wirklich gestartet hat. Zwischen den letzten Bewerben im Sommer und dem Winterstart liegen doch noch einige Wochen; man weiß nie, wo man dann genau steht. Ich freue mich darauf, wenn es endlich losgeht und bin gespannt, wo ich stehe und vor allem auch, wo wir als Team Österreich landen werden. Ich denke, dass wir sehr gut vorbereitet sind und mannschaftlich gut dastehen.



Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.