22.09.2014, 09:49 Uhr

"The best place to be is under the sea"

Elisabeth Pflügl posiert neben der Flora und Fauna der Unterwasserwelt. (Foto: Peter Pflügl)

Das Ehepaar Pflügl erzählt über Motivation, Träume und die Herausforderungen der Unterwasserfotografie.

ST. MARIEN (gasc). Beim Vortrag "Faszination der Ozeane" begeisterten Elisabeth und Peter Pflügl mit unglaublichen Unterwasser-Bildern des australischen Barriere Riffs. Sie haben nahezu alle Welltmeere betaucht und dokumentieren sogar Spezies, die bis dato noch unbekannt waren. "Die faszinierende, unglaublich artenreiche Unterwasserwelt abzulichten, Bilder mit nach oben zu nehmen, das war mein Traum", so Peter Pflügl, "seit über 20 Jahren unterstützt mich meine Gattin Elisabeth bei allen Reisen."

Grenzenlose Freiheit

Den besondere Reiz dieser Unternehmungen bringt das Gefühl der grenzenlosen Freiheit. "Die Unterwasserwelt an manchen Orten so vorzufinden, wie sie durch unseren Schöpfer erschaffen wurde, ist schon ein besonderes Privileg", schwärmt der Unterwasserfotograf. Er dokumentiert die Welt unter dem Meeresspiegel so wie sie ist, authentisch und unverändert. "Ein Naturfotograf ist dann ein guter, wenn er jederzeit bereit ist, auf ein Bild zu verzichten", weiß Pflügl.

Eindringen in eine andere Welt

Peter Pflügl erzählt: "Wir planen unsere Expeditionen sehr genau, um auf der maximalen sicheren Seite zu sein. Wir sind uns dabei bewusst, dass wir Eindringlinge in diese Welt sind. Spürbar wird das zum Beispiel bei der Ablichtung von tödlich gitigen Seeschlangen oder bei den Dokumentationen der Bullrochen. Wir haben unserern guten Lehrmeister und Freund Steve Irwin, besser bekannt als 'Crocodile Hunter' bei der Dokumentation mit diesen Rochen verloren."

Elisabeth Pflügl posiert für die Aufnahmen mit viel Gefühl neben den Tieren und hinterlässt auch nur Zentimeter von riesigen Haien entfernt einen entspannten Eindruck. "Elisabeth ist in St. Marien aufgewachsen, so ist ihr der Umgang mit der Natur in die Wiege gelegt", freut sich ihr Ehemannn.

Ungewohnte Herausforderungen

Peter Pflügl erlangte in seiner Laufbahn eine klare Erkenntnis: "Alles was über Wasser funktioniert, funktioniert unter Wasser nicht." Technische Herausforderung ist "die Bilder so zu bahnen, dass man zwischen Objektiv und Motiv glaubt, kein Wasser zu haben." Plankton und Schwebeteilchen sind der Feind der Unterwasserfotografie. "Ein wesentlicher Punkt ist auch das Erlernen der Verhaltensweisen der Meeresbewohner. Je besser ich diese kenne, desto harmonischer kann ich bei meinen Dokumentationen vorgehen", erklärt Peter Pflügl.

Blick in die Zukunft
Ziel der beiden: "Weiterhin die wunderbare Welt zu erleben, abzulichten und zu dokumentieren, um uns und auch allen Freunden der Natur diese Welt näher zu bringen." Dafür haben sie noch viele Orte zu erkunden, nächstes Jahr ist eine Expedition zu den "Forgotten Islands" geplant, diese wurden das letzte Mal von Costeau besucht. Die Wunschliste, die die beiden noch abtauchen wollen ist lang. Oft können aber fehlende Genehmigungen Hindernisse sein. Das Ehepaar Pflügl wird jedoch gerne in der Unterwasserwelt gesehen: "Wir haben eine Einladung nach Polynesien wo wir vor zwölf Jahren schon die Paarung von Bullenhaien dokumentierten und eine weitere Einladung nach Palau-Micronesien um auch dort Dokumentationen zu machen. Also muss man auswählen und sich abstimmen. Ehrlich, es gibt da noch sehr viel zu tun", freut sich Peter Pflügl auf die Zukunft.
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