Erlebnisreiche Verkehrserziehung in der Volksschule 37

Die Schüler lernten bei der Aktion viel darüber, wie lange es dauert, bis ein Auto nach einer Vollbremsung zum Stillstand kommt.
  • Die Schüler lernten bei der Aktion viel darüber, wie lange es dauert, bis ein Auto nach einer Vollbremsung zum Stillstand kommt.
  • Foto: OÖAMTC
  • hochgeladen von Nina Meißl

Wer "Hallo Auto" als Kind erlebt hat, merkt sich diese Demonstration ein Leben lang. Davon ist der ÖAMTC Oberösterreich überzeugt. Mittlerweile gehört die Aktion daher zum fixen Bestandteil des Unterrichts in vielen Schulen und wird in Oberösterreich rund 500 Mal pro Jahr durchgeführt. "Damit wird bereits in der Kindheit der Grundstein für ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein auf der Straße gelegt", so Petra Riener, ÖAMTC-Expertin in der Verkehrserziehung.

Eindrucksvolle Demonstration

Kürzlich war "Hallo Auto" in der Volksschule 37 in Linz zu Gast. Die Schüler durften dabei in einem eigens umgebauten Kleinwagen vom Beifahrersitz aus eine Vollbremsung durchführen. Zuvor schätzen die Buben und Mädchen den Weg bis zum Stillstand des Autos. „Bei dieser spielerischen Übung wird den Kindern eindrucksvoll vermittelt, welche Auswirkungen die Reaktionszeit des Fahrers und die Geschwindigkeit des Fahrzeuges auf den Anhalteweg haben. Groß ist das Staunen, wenn die Schüler sehen, wie lang der Weg tatsächlich ist. Es ist wichtig zu wissen, dass ein Auto eben nicht sofort stehen bleiben kann“, so Riener. Bei „Hallo Auto!“ werden auch wichtige Fragen, wie „Was bewirkt die Geschwindigkeit?“, „Welche Rolle spielen die Reifen?“, „Gibt es einen Unterschied auf nasser Fahrbahn?“ oder „Wie lange ist mein Bremsweg?“ beantwortet.

Nach wie vor verunglücken pro Jahr etwa 550 Kinder auf Oberösterreichs Straßen. Der ÖAMTC appelliert daher zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr und gibt zehn Tipps für mehr Sicherheit und ein korrektes Verhalten:

• Seien Sie ein Vorbild! Leben Sie Kindern konsequent vor, wie man sich im Straßenverkehr korrekt verhält.
• Thematisieren Sie den Straßenverkehr und sprechen Sie Gefahren aktiv an.
• Trainieren Sie mit Ihren Kindern aktiv die sichere Verkehrsteilnahme.
• Üben Sie im Bedarfsfall auch die Öffi-Benutzung: Wo stelle ich mich hin,
wenn die Haltestelle nahe am Straßenrand ist? Wie warte ich beim
Einsteigen?, u.s.w.
• Sagen Sie Ihrem Kind, dass es sich nicht darauf verlassen darf, dass
sich Verkehrsteilnehmer immer korrekt verhalten.
• Respektieren Sie die Tempolimits und fahren Sie besonders
rücksichtsvoll, wenn Kinder zu sehen sind.
• Vermeiden Sie nach Möglichkeit zusätzlichen Verkehr vor Schulen und
Kindergärten.
• Befördern Sie Ihre Kinder immer im passenden Kindersitz.
• Machen Sie Ihre Kinder besser sichtbar – mit Reflektoren und heller
Kleidung.
• Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Verlassen Sie sich
niemals darauf, dass Kinder im Straßenverkehr das Richtige tun.

Autor:

Nina Meißl aus Linz

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