Legionellen-Ausbruch in Linz
Anzahl der Erkrankten steigt auf 31 an – neue mögliche Quelle gefunden
- Die Zahl der Erkrankten ist mittlerweile auf 31 Personen angestiegen. Eine weitere Quelle konnte heute von der AGES in einem Unternehmen in Leonding gefunden werden.
- Foto: FOTOKERSCHI / BILAL AHMETOVIC
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In Linz sind seit Beginn des Legionellen-Ausbruchs insgesamt 31 Menschen erkrankt. Derzeit befinden sich vier Personen in stationärer Behandlung, eine davon wird intensivmedizinisch betreut. Wie berichtet, sind drei Menschen infolge einer Infektion verstorben. Heute wurde zudem in einem Betrieb in Leonding eine weitere mögliche Quelle gefunden. Die Untersuchungen laufen weiter.
LINZ. Heute Nachmittag informierten Land OÖ, der Magistrat Linz sowie die AGES über den aktuellen Stand zum Legionellen-Ausbruch in Linz. Zwei Drittel der insgesamt 190 Wasserproben, die an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) übermittelt wurden, sind mittlerweile untersucht.
Neue mögliche Quelle in Leonding entdeckt
Heute wurde bekannt, dass Proben aus der Kühlanlage eines Gewerbebetriebes in Linz-Leonding (Bereich Doppl/Haidfeldstraße) positiv auf Legionellen getestet wurden. Die Gesundheitsbehörde der BH Linz-Land führt dazu aktuell Erhebungen durch und ist mit dem Unternehmen betreffend der nötigen Desinfektionsmaßnahmen in Kontakt.
„Wir hatten bereits Kontakt mit der Firma. Dort laufen derzeit Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten. Im Bezirk Linz-Land haben wir drei Fälle. Ein Fall ist bereits Mitte Juli aufgetreten. Einen direkten Zusammenhang sehen wir derzeit nicht, ausschließen können wir einen solchen aber auch noch nicht“, betont Manfred Hageneder, Bezirkshauptmann von Linz-Land, im Gespräch mit MeinBezirk Linz-Land.
Ob die Erkrankungen in Linz mit der betroffenen Kühlanlage eines Gewerbebetriebs in Leonding in Verbindung gebracht werden können, kann der Behördenchef zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Hageneder: „Wir müssen die weiteren Untersuchungsergebnisse abwarten.“
„Es besteht jedenfalls kein Grund, jetzt in Panik auszubrechen“, beruhigt der Bezirkshauptmann die Bevölkerung in Linz-Land. Man sollte jedoch eine gewisse Aufmerksamkeit walten lassen. „Wer einen starken Husten entwickelt oder Beschwerden im Bereich der Lunge verspürt, sollte zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen“, erklärt Hageneder.
Linz AG setzte Maßnahmen um
In einer Probe aus einem Linz AG-Kühlturm in der Wiener Straße wurden zahlreiche Legionellen-Varianten nachgewiesen, darunter auch Legionella pneumophila des Subtyps Allentown. Dieser Subtyp wurde bei drei Erkrankungsfällen festgestellt, die epidemiologisch miteinander in Verbindung stehen. Die Linz AG hat an diesem Standort bereits Maßnahmen getroffen – MeinBezirk berichtete. Unter anderem wurde die Anlage auf Trockenbetrieb umgestellt, was eine erneute Bildung von Legionellen verhindert.
Keine eindeutige Bestätigung für Infektionsquelle
Die genetischen Untersuchungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Ein eindeutiger Nachweis, dass der Linz AG-Kühlturm in der Wiener Straße die Infektionsquelle ist, liegt bislang nicht vor. Weitere genetische Analysen sind notwendig, um die Ursache des Ausbruchs zu klären. Zusätzlich werden weitere potenzielle Infektionsquellen untersucht. Diese Standorte wurden mithilfe einer KI-gestützten Suche identifiziert. Ziel ist es, sicherzustellen, dass keine relevante Quelle übersehen wird.
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