Haus der Menschenrechte
In der Krise packen alle mit an
- "Haus der Menschenrechte"-Bewohner Kazem näht Schutzmasken.
- Foto: SOS-Menschenrechte
- hochgeladen von Andreas Baumgartner
Von der Corona-Krise lassen sich SozialarbeiterInnen und BewohnerInnen des Vereins "SOS-Menschenrechte" nicht unterkriegen.
LINZ. Die Corona-Pandemie stellt selbst das erfahrene Team des Vereins SOS-Menschenrechte vor neue Herausforderungen. Im Haus der Menschenrechte in der Rudolfstraße sind die Betreuerinnen rund um die Uhr im Einsatz. Es gilt vor allem die 24-Stunden-Betreuung der 15 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu sichern. "Spezielle Zuwendung trotz körperlicher Distanz", lautet das Motto. Auch auf die erwachsenen Bewohner schlägt sich die Ausnahmesituation nieder. "Jetzt, wo keine Deutschkurse und Schulbesuche stattfinden können, ist es besonders wichtig, eine Tagesstruktur aufrechtzuerhalten", so Elisa Roth, Leiterin des Erwachsenen-Wohnheims.
Aufruf zur Evakuierung Geflüchteter
Mahdi und Kazem fertigen Schutzmasken an: "Es ist so einfach: Ich habe freie Zeit und bin froh, dass ich anderen Menschen ein bisschen helfen kann." Saifullah ist in Urfahr unterwegs und erledigt Einkäufe, damit gefährdete Personen ihre Wohnungen nicht verlassen müssen. Gleichzeitig kämpft der Verein mit anderen Organisationen für die Evakuierung Geflüchteter aus den völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln, in der Türkei und Syrien. "Der Ausnahmezustand darf uns nicht blind für diese humanitäre Krise machen. Nicht trotz, sondern gerade wegen des Corona-Virus ist es unsere Pflicht, Verantwortung zu übernehmen", sagt Geschäftsführerin des Vereins, Sarah Kotopulos.
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