JKU Linz
Zwei Semester mit Joe Biden und Donald Trump

Wie beinahe die gesamte Lehrveranstaltung musste auch die Präsentation des Endberichts im Juni digital stattfinden.
  • Wie beinahe die gesamte Lehrveranstaltung musste auch die Präsentation des Endberichts im Juni digital stattfinden.
  • Foto: Philipp
  • hochgeladen von Christian Diabl

Der Wahlkampf Joe Biden vs. Donald Trump hat nicht nur die Welt in Atem gehalten, sondern auch JKU-Studierende zwei Semester lang intensiv beschäftigt. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen kann man jetzt nachlesen.

LINZ. Kann sich eigentlich noch jemand an Donald Trump erinnern? Es ist schon erstaunlich, wie schnell die beklemmenden letzten Jahre US- und Weltpolitik vergessen sind und mit der Wahl von Joe Biden wieder eine Art Normalität eingekehrt ist. Dennoch waren die Trump-Jahre nicht nur eine Zäsur, sondern der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die die USA weiterhin prägt. Was genau hinter dem viel zitierten "Trumpismus" steckt, haben Studierende des berufsbegleitenden Masterstudienganges Politische Bildung an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) ergründet. Zwei Semester lang haben sie sich unter der Leitung von Thomas Philipp und Andre Zogholy intensiv mit dem letzten US-Wahlkampf beschäftigt.

Berufsbegleitend studieren

Ihr Interesse am Studienfach hat oft mit ihrem beruflichen Hintergrund zu tun. Andi etwa hält Workshops in Mauthausen und sieht politische Bildung als Instrument zur Selbstermächtigung. Er möchte weniger Geschichte vermitteln, als Bezüge zur Gegenwart herstellen. Einen ähnlichen Zugang hat Daniela, die im Zeitgeschichte Museum der voestalpine arbeitet. Katharina hat Jus studiert, ist politisch interessiert und findet das Fach in der Kombination interessant. Silvia wiederum unterrichtet Geschichte an einem Gymnasium und hat festgestellt, dass sich viele Schüler eher für Politik als für Geschichte interessieren.

Comedy zur Psychohygiene

Aber wie hält man ein Jahr mit Trump überhaupt aus? Zum Beispiel mit amerikanischen Comedy-Shows, die nicht nur gut für die eigene Psychohygiene sind, sondern neue Sichtweisen auf die US-Politik ermöglichen. Die Eigenheiten des politischen Systems, vom Electoral College bis zu den Swing States, waren aber nicht die einzigen Herausforderungen für die Studierenden. Corona hat nämlich nicht nur den US-Wahlkampf, sondern auch die Lehrveranstaltung geprägt, die bis auf ein Treffen digital durchgeführt werden musste. Für das Meistern dieser Umstände gibt es jedenfalls ein Extra-Lob von den Lehrveranstaltungs-Leitern.

Diskursanalyse österreichischer Medien

Die Ergebnisse können sich sehen und vor allem in einer 200 Seiten starken Publikation nachlesen lassen. Die Studierenden haben darin neben dem politischen System der USA auch untersucht, wie österreichische Medien über den US-Wahlkampf berichtet haben. Weitere Schwerpunkte sind die Black Live Matter-Bewegung, die Ernennung der Höchstrichterin Amy Coney Barrett, die Diskussion um Trumps Steuerakte und natürlich die Corona-Krise.

Bei einer informellen Präsentation der Ergebnisse war die StadtRundschau eingeladen, Fragen zu stellen. Zudem ist eine Sendung auf Radio FRO geplant.

Die Publikation kann hier nachgelesen werden.


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