Ein Jahr Bürgermeister Prammer
„Zeit nach dem Rücktritt war die intensivste“
- Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ).
- Foto: Stadt Linz
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Ein Jahr nach seinem Amtsantritt zieht Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) eine Bilanz.
LINZ. „Die Zeit nach dem Rücktritt (Anm.: nach dem Rücktritt des damaligen Bürgermeisters, Klaus Luger) war für mich die intensivste Phase“, sagt der heutige Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer rückblickend. Als geschäftsführende Vizebürgermeister war Prammer damals vom einen Tag auf den anderen fürs „Tagesgeschäft“ zuständig, führte gleichzeitig Wahlkampf und musste, wie er sagt „schwierigste Entscheidungen“ in der LIVA-„Geschichte“ treffen. Nach dem Wahlerfolg sei die Erleichterung groß gewesen, doch erst dann habe die eigentliche Arbeit begonnen. Besonders beeindruckt habe ihn die schnelle Abfolge von Themen und Terminen, die stets höchste Konzentration erfordere. "Jeder Termin, der zu mir kommt, hat den Anspruch darauf, dass er von mir wahrgenommen wird und die vollste Aufmerksamkeit bekommt."
- Dietmar Prammer bei der Angelobung als Bürgermeister durch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
- Foto: Stadt Linz
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Quadrill, Dynatrace, „Under the Bridge“
Zufrieden ist Prammer mit den Fortschritten bei Großprojekten wie der Weiterentwicklung des Tabakfabrik-Areals bzw. dem Bau des Quadrill aber auch bei der Erweiterung des Dynatrace-Standorts und bei wichtigen Wohnbau-Projekte wie in der Neuen Heimat. „Ein Vorzeigeprojekt“ ist für ihn auch „Under the Brigde“. Auch das Primärversorgungszentrum (PVZ) Ebelsberg erwähnt er und weist auf das nächste in Pichling hin. Große Projekte wie die Neugestaltung des Hauptplatzes und des Martin-Luther-Platzes seien in Vorbereitung, erforderten jedoch aufgrund ihrer Komplexität Zeit. Die Standortfrage für die neue Universität werde intensiv diskutiert, wobei die Nähe zur JKU aufgrund von Synergien bevorzugt werde.
- Bürgermeister Dietmar Prammer beim Besuch einer Linzer Schulklasse in seinem Büro
- Foto: Stadt Linz
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Bürokratie: „Es wird immer schlimmer“
Kritik äußert Prammer an bürokratischen Hürden vonseiten des Landes – „es wird immer schlimmer“. Die Notwendigkeit etwa, alle Bebauungspläne dem Land Oberösterreich vorzulegen, verzögere Projekte. Hier fordert Prammer eine differenzierte Behandlung großer Städte mit hochprofessionellen Verwaltungen im Vergleich zu kleineren Gemeinden, wo möglicherweise wirklich Kontrollbedarf bestehen könnte. Die Digitalisierung der Bauverfahren sei ein Schritt in die richtige Richtung, doch der Bürokratieabbau beim Land verlaufe schleppend.
Ziel: „Da möchte ich bleiben“
Mit klaren Prioritäten geht Bürgermeister Prammer nun ins zweite Amtsjahr. „Begonnene Projekte werden konsequent weitergeführt und weiterentwickelt. Die Menschen sollen sehen, dass Entscheidungen Wirkung zeigen – in ihrer Stadt und in ihrem täglichen Umfeld.“ Seine Vision fasst der Bürgermeister so zusammen: „Wir investieren gezielt in Infrastruktur, Soziales und Lebensqualität. Am Ende zählt, dass die Stadt funktioniert – heute und in Zukunft. Ich will, dass Linz eine Stadt ist, in der man gut leben kann und in der auch die nächste Generation sagt: Da möchte ich bleiben.“
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