„Hier ist es sehr schön und hier wird viel gebaut“

Im malaysischen KE KELIT-Werk: Oberösterreichs Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner, KE KELIT-Chef Karl Egger, Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl und Oberösterreichs VP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl.
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  • Im malaysischen KE KELIT-Werk: Oberösterreichs Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner, KE KELIT-Chef Karl Egger, Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl und Oberösterreichs VP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl.
  • Foto: Land OÖ/Kraml
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MALAYSIA. „Hier ist es sehr schön und hier wird viel gebaut“ hatte Peter Klement seinem Chef, dem geschäftsführenden KE KELIT-Gesellschafter Karl Egger aus dem Urlaub in Malaysia berichtet. Heute ist der gebürtige Mauerkirchener (Bez. Braunau) Klement Leiter des KE KELIT-Werks nahe der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur - und Egger hochzufrieden mit den Geschäften in Südostasien.

Rohrtechnik aus Österreich in 452 Meter hohen Petronas Twin Towers
Neben Malaysia, Vietnam und Singapur wird der insgesamt 700 Mitarbeiter starke Linzer Kunstoffrohre-Spezialist KE KELIT bald auch in Myanmar mit einem eigenen Büro vertreten. Im Wahrzeichen Kuala Lumpurs, den 452 Metern hohen Twin Towers, hat KE KELIT zwar kein Büro, dafür aber die Installationen für eine japanische Handelskette gemacht.

Malaysia fünftwichtigster Handelspartner in Asien
Eigentümer der Türme ist der malaysische Öl- und Gaskonzern Petronas, der zu den Top 500-Unternehmen der Welt zählt. Und zu den zwölf profitabelsten, obwohl zu 100 Prozent im Staatsbesitz und direkt dem Premierminister unterstellt. Das erfuhr die oberösterreichische Wirtschaftsdelegation, angeführt von Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl bei einem Besuch vom Petronas-Vizepräsidenten für Technologie.
Das gut 43.000 Mitarbeiter starke Unternehmen setzt weiter voll auf Öl und Gas – erneuerbare Energieträger sind noch kein Thema. Sehr wohl aber für Malaysias Vizeminister für Handel und Industrie, der die von der Technologie- und Marketinggesellschaft des Landes OÖ (TMG) initiierte Wirtschaftsdelegation empfing und mit guten Argumenten für den südostasiatischen Standort warb: Das 28,6 Millionen Einwohner zählende und flächenmäßig rund viermal als Österreich größere Malaysia verzeichnete 2011 ein Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent. Es ist bereits jetzt der fünftwichtigste Handelspartner Österreichs in Asien – nach China, Japan, Südkorea und Indien. Die österreichischen Exporte nach Malaysia verdoppelten sich 2011 auf rund 334 Millionen Euro, heuer sollen sie auf knapp 400 Millionen Euro wachsen. Trotzdem: "Malaysia ist eine von uns noch viel zu wenig beachtete Region mit einem stabilen hohen Wirtschaftswachstum zwischen fünf und acht Prozent. Und es ist eine tolle Basis für Unternehmen, um Märkte wie China oder Indien zu erschließen", betont Wirtschafts-Landesrat Sigl.

12 oberösterreichische Unternehmen vor Ort
Mit im Geschäft und vor Ort tätig sind 50 österreichische Unternehmen, davon 12 oberösterreichische wie Praher Valves GmbH, SML Maschinen GmbH, AGRU Kunststofftechnik, Angerlehner Hoch- und Tiefbau GmbH oder eben KE KELIT. Vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Umwelttechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau gebe es aber noch große Möglichkeiten für Betriebe aus Oberösterreich, so Wirtschaftslandesrat Sigl. Er will deshalb im Rahmen der Export-Offensive das Engagement in Malaysia vorantreiben und mit Hilfe des Cluster-Netzwerkes noch mehr Firmen auf das südostasiatische Land aufmerksam machen.
In den letzten drei Jahren verzeichnete das Außenhandelscenter in Malaysia 147 Anfragen oberösterreichischer Unternehmen. Demnächst stellen auch der Solar-Wechselrichter und Schweißgeräte-Spezialist Fronius und die Linzer Wasser- & Abwassertechnik auf der grünen Messe in Malaysia aus, in dem gerade eine Steyrerin Österreich als Botschafterin vertritt: Die 52-Jährige kennt Land und Leute: "Die Menschen hier sind friedlich und liebenswert." Obwohl in dem Staat Malaysier, Chinesen und Inder zusammenleben und auch jede ethnische Gruppe eine eigene Partei stellt, gebe es keine Konflikte. Kritischer sieht Wicke allerdings die zunehmende Islamisierung des Landes, das seit 1963 von Großbritannien unabhängig ist: "Vor zwanzig Jahren waren die Frauen hier kaum verschleiert, heute trägt fast jede Frau ein Kopftuch."
Ungewöhnlich: Malaysia hat zwar ein gewähltes Parlament, der König als Staatsoberhaupt wird aber alle fünf Jahre aus den Reihen der Herrscher der neun Sultanate nach dem Rotationsprinzip ausgewählt.

Unter den Teilnehmern an der oberösterreichischen Wirtschaftsdelegation nach Malaysia, Indonesien und Singapur:

Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl
OÖ. Wirtschaftskammer-Direktor-Stellvertreter Walter Bremberger
AMS-Landesgeschäftsführerin Birgit Gerstorfer
Johannes Kepler-Uni Linz-Rektor Richard Hagelauer
OÖ. Industriellenvereinigung-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch
Grünen-Klubobmann Gottfried Hirz
SPOÖ-Klubobfrau Gertraud Jahn
Sparkasse OÖ-Generaldirektor Markus Limberger
TMG-Geschäftsführer Bruno Lindorfer
Hypo OÖ-Generaldirektor Andreas Mitterlehner
FPOÖ-Klubobmann Günther Steinkellner
ÖVP OÖ-Landesgeschäftsführer Michael Strugl
OÖ. Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner
VKB-Bank-Generaldirektor Albert Wagner

Autor:

Thomas Winkler, Mag. aus Oberösterreich

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