Künstliche Intelligenz
JKU und Anyline bringen Maschinen das Lernen bei

Ein Mobiltelefon scannt einen österreichischen Führerschein mit Anyline-Technologie.
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  • Ein Mobiltelefon scannt einen österreichischen Führerschein mit Anyline-Technologie.
  • Foto: Anyline
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Die JKU kooperiert mit dem Wiener Software-Unternehmen Anytime. Künstliche Intelligenz-Pionier Sepp Hochreiter lobt die Softwareschmiede in den höchsten Tönen.

LINZ. „Die Kooperation ist ein absoluter Meilenstein für Anyline. Sepp Hochreiter betreibt in Österreich Grundlagenforschung auf Topniveau", sagt Daniel Albertini, CTO und Mitbegründer von Anyline. Hochreiter wiederum lobt die Wiener Softwareschmiede als Top-Adresse, was die Forschung um Künstliche Intelligenz (KI) angeht. Der Leiter des Instituts für Machine Learning an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) ist davon überzeugt, dass Anyline "in der Forschung ganz vorne mit dabei ist, wie sonst nur Facebook oder Google".

Dem Computer das Sehen beibringen

Seit der Gründung im Jahr 2013 forscht Anyline an künstlicher Intelligenz. Gemeinsam mit dem Institut für Machine Learning an der JKU startet nun ein dreijähriges Doktorandenprogramm. Das Forschungsprojekt widmet sich dem sogenannten "Few shot learning". Das heißt so viel wie "neuronale Netze trainieren, besser zu lernen", so Albertini. Dem Computer soll also beigebracht werden, schneller und leichter selbstständig zu lernen. Die Software-Algorithmen sollen dazu in der Lage sein mit nur wenigen Beispielbildern ("shots") zu erkennen, was sie vor sich haben anstatt mit vielen hunderten Datensätzen.

Die intelligente Bilderkennung setzt Anyline bereits beim Scannen von Dokumenten oder Ausweisen ein über die Smartphone-Kamera ein. Mit "Few shot learning" könnte die Technologie rasch für andere Produkte adaptiert werden – ohne dass eine Software wieder alles vorne lernen muss.

Halbe Million Euro von der FFG

Der Aufstieg zum Marktführer soll Anyline mithilfe einer 500.000-Euro-Förderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gelingen. Künftig sollen etwa auch Kunden selber die Technologie so zu nutzen, dass sie der Software ihre Produkte selbst anlernen können. "Grundlagenforschung ist für ein Unternehmen dieser Größe eher ungewöhnlich", so Klaus Pseiner, Geschäftsführer bei FFG. Damit zeige Anyline, dass man "das Geschäft nicht unbedingt hier und heute machen will. Man will sich in Zukunft an der Spitze positionieren" und sich am Weltmarkt gegen Mitbewerber wie Samsung oder Google durchsetzen.

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