KI-Simulationen für Industrie
Neues Christian Doppler Labor an der Johannes Kepler Universität

V.l.: Hans Irschik, Kurt Satzinger (voestalpine), Alexander Fleischanderl (Primetals Technologies), Thomas Lichtenegger (JKU), Bernhard Valentini (Plansee), JKU Rektor Stefan Koch, Tobias Kronlachner (Emmi AI) | Foto: JKU
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An der Johannes Kepler Universität Linz gibt es jetzt ein neues Christian-Doppler-Labor. Es widmet sich datengestützten Simulationen komplexer Prozesse, etwa für die Chemieindustrie. Das Labor läuft bis 2032 und ist mit 3,2 Millionen Euro dotiert.

LINZ. Konkret werden im Christian-Doppler-Labor daten- bzw. KI-gestützte Simulationen komplexer Prozesse entwickelt, wie sie etwa bei der Stahlerzeugung, in der Pulvermetallurgie und in diversen chemischen Reaktoren vorkommen. „Während klassische Simulationen sehr zeitaufwendig sind, versprechen neuartige KI-Ansätze Echtzeitfähigkeit“, so Laborleiter Thomas Lichtenegger. Das Ganze funktioniert durch sogenannte Prozesszwillinge. Dabei werden reale Industrieanlagen simuliert und mit Sensordaten aus dem dortigen Fertigungsprozess „gefüttert“. Damit kann man vorhersagen, wie sich die Herstellung in nächster Zeit entwickeln wird.

Kooperation mit Wirtschaft

Vor allem die Industrie profitiert von der Forschungsarbeit am neuen Labor. „Mit diesem CD-Labor stärken wir gezielt jene Schlüsseltechnologien, die für unsere Industriestrategie 2035 entscheidend sind: Künstliche Intelligenz, Dateninnovation und moderne Produktionstechnologien. Gerade energieintensive Industriebereiche stehen international unter massivem Innovations- und Kostendruck“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer (ÖVP). Das Labor wird daher auch in Partnerschaft mit Emmi AI, Plansee, Primetals und voestalpine Stahl umgesetzt.

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