20.05.2016, 15:37 Uhr

Mutter Natur für Haut und Haar

Weil Natur draufsteht, muss sie nicht drin sein – die Inhaltsstoffe zählen. (Foto: zaretskaya/Fotolia)

Natürliche Produkte als Pflege und als Ausdruck einer Geisteshaltung.

RIED (gasc). Naturkosmetik ist kein neues Phänomen, doch derzeit boomt das Geschäft. "In den letzten Jahren stieg das Bedürfnis danach rasant an", weiß Christoph Zauner vom Rieder Naturheilmittelshop "Kräuter Max" am Hohen Markt.

Schauen, was drin ist
Die Vorteile von natürlichen Pflegeprodukten liegen für ihn auf der Hand: "Sie sind verträglicher für den Körper und die Umwelt und rufen weniger Allergien hervor als herkömmliche Kosmetik", sagt Zauner. Außerdem seien sie der Ausdruck einer "Sinnes- und Geisteshaltung", meint er: "Die Leute hinterfragen immer mehr, warum sie sich mit Produkten aus Erdöl eincremen sollen, wenn die Natur genauso viel Pflege bereit hält." Jedoch solle man aufpassen: "Nur weil irgendwo Aloe Vera draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass es sich dabei um ein natürliches Produkt handelt", weiß er. Genauen Aufschluss bietet alleine der Blick auf die Ingredienzien-Liste. Das heißt noch lange nicht, dass man nun sofort die gesamte Palette an Duschgel, Schminke und Hautcreme in den Müll werfen muss. "Ich empfehle, Schritt für Schritt umzusteigen", so Zauner. Wenn etwa das Haarshampoo leer wird, könne man sich einfach anschauen, welche Stoffe denn da so enthalten sind und gegebenenfalls beim nächsten Mal eben ein hochwertigeres, natürliches kaufen.

Bioveganer und Leberkäse
Denn, wie der Kräuterexperte treffend formuliert: "Jemand, der vorher täglich eine Leberkäsesemmel gegessen hat, wird ja auch nicht von heute auf morgen zum Bioveganer werden."
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