04.10.2016, 14:56 Uhr

"Nicht auf erreichtem ausruhen"

(Foto: Lester120/Panthermedia)

Die Lehre spielt für alle Parteien in Linz eine wichtige Rolle.

Der Lehrberuf genießt bei allen Parteien in Linz einen hohen Stellenwert. So wurden bei der ÖVP mit dem Linzer Lehrlingsempfang, der Linzer Lehrlingsmesse oder der Linzer Lehrlingscard Maßnahmen gesetzt, um die Attraktivität der Lehre aufzuwerten. "Wir haben auch viele Lehrlinge in den eigenen Ressorts, zum Beispiel bei den Stadtgärten", sagt ÖVP-Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider. In der SPÖ legt man Wert darauf, allen eine Chance zu bieten. "Dort, wo die SPÖ federführend Verantwortung trägt, setzt sie sich für gute Ausbildungsplätze für Lehrlinge ein, beispielsweise in der Stadt Linz und ihren Unternehmungen. Wir sind nach der voestalpine der zweitgrößte Ausbildnerbetrieb in Linz", sagt Bürgermeister Klaus Luger. Die Freiheitlichen fordern eine konsequente Aufwertung der Lehrberufe sowohl inhaltlich als auch im gesellschaftlichen Ansehen sowie eine Ausbildungsgarantie für Lehrlinge. Die Grünen haben eine Lehrlingsoffensive gestartet und fordern unter anderem 500 Euro im 1. Lehrjahr Mindestlohn in allen Berufen, sechs Wochen Urlaub während der Lehrzeit und eine Wohnbeihilfe für Lehrlinge.

Lehre zukunftsfit machen
Auch über die Wichtigkeit der Lehre und ihre Zukunftsfähigkeit herrscht Einigkeit. "Das duale Ausbildungssystem mit seinem Wechsel zwischen Praxis und Theorie ist weiter zu fördern und zu verbessern", so FPÖ-Fraktionsobmann Günther Kleinhanns. "Wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern sollten die Lehre weiterentwickeln, damit sie, wie andere Bildungswege auch, zukunftsfit bleibt", sagt Klaus Luger, der auch Weiterentwicklungsbedarf sieht. Die ÖVP will Migranten besser einbinden. "In Linz gibt es sehr viele Jugendliche und Familien mit Migrationshintergrund, in deren Herkunftsländern das System der dualen Ausbildung nicht bekannt ist. Wir müssen gerade deshalb im urbanen Bereich den Wert und die Chancen einer dualen Ausbildung stärker ins Bewusstsein der Eltern und der Jugendlichen rufen", sagt Susanne Wegscheider. Bei den Grünen will man die Lehrpläne entrümpeln und jenes Wissen vermitteln,
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