16.10.2014, 12:10 Uhr

Erster Kunststoff-Pionier schließt Studium ab

LINZ (jog). 2009 wurde mit dem Kunststoff-Studium an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz eine Herzensangelegenheit von Rektor Richard Hagelauer Wirklichkeit. Heuer haben die ersten „Pioniere“ das Studium, das gemeinsam mit den Kooperationspartnern Borealis und OMV aufgebaut wurde, absolviert. Mit Markus Povacz hat nun auch erstmals ein Student sein Doktorratsstudium der Technischen Wissenschaften interdisziplinär mit Kunststofftechnik verknüpft und abgeschlossen. Die Bereiche Polymerchemie und Kunststofftechnik wurden in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. „Kunststofftechnik ist ein enorm zukunftsträchtiger Bereich, ich bin froh und stolz, dass wir diesen Studienzweig an der JKU aufbauen konnten", sagt Hagelauer. Mit einem Bachelorstudium und drei Masterstudien existiert an der JKU heute das breiteste akademische Kunststoffprogramm Europas.

Hervorragende Karrierechancen
Entsprechend gefragt sind Absolventen dieses Faches. Das kann auch der 28-jährige Steyrer Markus Povacz bestätigen: Er hat Anfang Oktober bereits eine Tätigkeit im Qualitätsbereich eines bekannten amerikanischen Konzerns begonnen, der sich mit der Fertigung von Hochleistungswerkstoffen beschäftigt. „Ich wurde wissenschaftlich hervorragend betreut. Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen war außerdem sehr freundschaftlich. Dieser großartige Zusammenhalt hat sich auch außerhalb des Studiums gezeigt", sagt Povacz. Das Team der Kunststofftechnik hat bei den letzten beiden Schlachten der Fakultäten den ersten und zweiten Platz belegt. „Ich kann das Studium jedem empfehlen, der Interesse an einer fundierten materialwissenschaftlichen Ausbildung in Verbindung mit industrienaher Forschung hat.“ Gernot Wallner, der wissenschaftliche Betreuer der Dissertation, vom Institut für Polymerwerkstoffe ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass die Dissertation schon jetzt zu insgesamt zwei Veröffentlichungen in angesehenen Zeitschriften geführt hat und weitere drei eingereicht sind.“

Oberösterreichs Steckenpferd
Rund 34.000 Arbeitsplätze bieten die etwa 220 Kunststoff-Betriebe in Oberösterreich. Wie wichtig die Kunststofftechnik aus wirtschaftlich-industrieller Sicht für den Standort Oberösterreich ist, zeigt die Anzahl der Beschäftigten in der Kunststoffwirtschaft in Oberösterreich. Sie liegt um einen Faktor 5 bis 6 über dem EU-Durchschnitt liegt. Die steigenden Anforderungen der Industrie und Wirtschaft erfordern gut ausgebildete Ingenieure und Wissenschafter in diesem Bereich. Die JKU reagiert auf diesen Trend und bildet Spezialisten mit besten Zukunftsperspektiven für diese Hightech-Branche aus.
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