Faschingrenner
75 Mann trieben die Winterdämonen in der Krakau aus

rechts: Rossknecht Erwin Siebenhofer mit seinem Pferd, dass er an die Bevölkerung "verkaufte".
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  • rechts: Rossknecht Erwin Siebenhofer mit seinem Pferd, dass er an die Bevölkerung "verkaufte".
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KRAKAUEBENE. Das Faschingrennen in der Krakau gehört zu den ältesten Bräuchen der Krakau. Es handelt sich dabei um den uralten Brauch, durch Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu vertreiben.

Am Rosenmontag war es in Krakauebene wieder soweit und so starteten die ca. 75 Burschen und Männer unter Federführung des Wegauskehrers Christian Würger und Rossknecht Erwin Siebenhofer um 03:00 Uhr beim ehemaligen Gasthof Wohleser in Krakauebene ihre Route. Die ca. 40 Schellfaschinge, angeführt vom Wegauskehrer und dem "Heanagreifer" (Hühnergreifer) Christof Siebenhofer, legten an diesem Tag in etwa 45 Kilometer zu Fuß zurück. Diesem Zug folgten, wie es die Tradition pflegt, die Geschäftsleute, die sogenannten "Vetteln", mit der Hauptgruppe des Rossknechts, der Rosshändler und dem Ross. Zu den weiteren "Vetteln" zählen Ärzte, Frisöre, Scherenschleifer, billiger Jakob, Eiweib, Hafernträger. Gegen eine kleine Anzahlung konnten die Dienstleistungen der jeweiligen Geschäftsleute genutzt werden.

"Kranzl" und "Speng"

Die Schellfaschinge liefen mit jauchzen vor jedem Haus ein "Kranzl" und die vier Glockfaschinge erzeugten dazu mit ihren Kuhglocken Lärm. Bei manchen Häusern, meist Bauernhöfen, war eine "Speng", eine Kette in einer Höhe von zwei bis drei Metern, gespannt. Diese musste vom Wegauskehrer und zumindest dem ersten Schellfaschinger übersprungen werden. Um ca. 14:00 Uhr wurde unter dem höchsten Punkt der Route traditionell das "Groggober Lied" gesungen. Diesem horchten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer. Um ca. 19:30 Uhr fand das Treiben beim Hotel Stigenwirth ein Ende.

Wissenswertes

In allen drei Krakauer Ortsteilen gibt es eine eigene Faschingrennergruppe. In den ungeraden Jahren sind in Krakauebene und Krakaudorf die Faschingrenner am Rosenmontag, dem sogenannten "Damisch Montag" unterwegs und in den geraden Jahren in Krakauschatten. Es sind ausschließlich Burschen und Männer, die daran beteiligt sind. Dabei werden auch Frauenrollen von ihnen verkörpert. Das Faschingrennen in der Krakau zählt nicht nur zu den ältesten Bräuchen der Krakau, sondern wurde auch im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich der UNESCO aufgenommen.

Fotos: Verena Siebenhofer

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Autor:

Verena Siebenhofer aus Lungau

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