27.03.2018, 16:04 Uhr

"Ein 'Taxi' bis vor die Schule ist absolut nicht zielführend"

Bei der Station „Zebrastreifen“ lernten Kinder das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße. (Foto: VS Mariapfarr)

Davon sind die Pädagogen Peter Egger und Helmut Kreil überzeugt. Sie steuern deshalb dagegen.

LUNGAU. Kinder, die mit dem Auto bis vor die Schule gefahren werden, lernen zu wenig über die Gefahren des Straßenverkehrs: darüber ist man sich zumindest bei Avos sicher. Die Pädagogen Peter Egger und Helmut Kreil versuchen mit ihrem Projekt „Aktivitäten zur Persönlichkeitsbildung“ dagegen zu steuern. Sie organisieren im Auftrag der Initiative „Gesunde Volksschule Salzburg“, die vom Land geförderte Veranstaltungsreihe „Erlebnis – Schulweg“. Mit an Bord sind laut Avos der Landesschulrat für Salzburg, die Auva und „klima:aktiv mobil“. „Man muss die Kinder wieder sensibilisieren und motivieren“, ist Egger überzeugt. Der Nachwuchs soll Eigenverantwortung übernehmen, ein erhobener Zeigefinger sei fehl am Platz.

140 TeilnehmerInnen im Lungau

Die aktuellen Stopps ihres „Tourplans“ führten Egger und Kreil in den Lungau. Von St. Andrä, wo auch Schüler aus Lessach und Seetal eingeladen waren, über Mariapfarr und bis nach Ramingstein nahmen mehr als 140 SchülerInnen an den Aktivitäten teil. Eltern raten die beiden Experten unbedingt dazu, die Kinder den Schulweg selbst zurücklegen zu lassen. Sollte das nicht möglich sein, sollten die Kleinen zumindest einen Teil selbst zurücklegen. Ein „Taxi“ bis vor die Schules sei absolut nicht zielführend. „Früher haben die Kinder diesen viel öfter noch selbst zurückgelegt. Heute werden sie oft bis vor die Schule chauffiert.“ Dadurch würden für den Nachwuchs zahlreiche Möglichkeiten wegfallen – etwa die Wahrnehmung der Räume.

Bewegung, Koordination, Kommunikation...

Bei den Projekttagen selbst erhalten die Kinder neben einem Schulwegparcours, der bereits am Nachmittag vor der Veranstaltung aufgebaut wird, eine Gleichgewichts- und Koordinations-Schulung. Zudem werden sie für das Erkennen und Meiden von Gefahren vorbereitet und zu mehr Bewegung und damit auch zu besserer Gesundheit motiviert. Darüber hinaus sollen auch die soziale Kompetente nicht zu kurz kommen; die Kommunikation soll gefördert und Konflikte sollen abgebaut werden. „Diese Projekttage passen perfekt in das Fünf-Säulen-Modell der Gesunden Volksschule Salzburg“, ist Peter Egger überzeugt. Neben Ernährung, Bewegung, Lebenskompetenz und LehrerInnengesundheit sei hier auch die „Materielle Umwelt und Sicherheit“ verankert. Gefördert wird die Initiative „Gesunde Volksschule Salzburg“ übrignes vom Gesundheitsförderungsfonds Salzburg und koordiniert wird sie von Avos.

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