04.10.2017, 03:00 Uhr

"Holz und Tourismus – eine perfekte Symbiose"

Die Terrasse der Ludlalm. Beim Bau des Biosphärenhaus-Lungau am Prebersee wurde viel Holz verarbeitet.

Das behaupten die Holzsymposium-Veranstalter. Warum das so ist, erklärt Franz Lüftenegger (WKS).

SANKT MICHAEL (pjw)."Holz und Tourismus – eine perfekte Symbiose": so lautet der Titel des Holzsymbosiums, das am Donnerstag, dem 12. Oktober, um 18 Uhr, im Festsaal der Marktgemeinde Sankt Michael im Lungau stattfinden wird. Am Freitagnachmittag, dem 13. Oktober, werden dann ausgewählte Betriebe und ein Bauprojekt besichtigt. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.
"Holz und Tourismus – eine perfekte Symbiose" – die Bezirksblätter Lungau haben bei WKS-Bezirksstellenleiter Franz Lüftenegger – die Wirtschaftskammer Salzburg ist Holzsymposium-Partner – genauer nachgefragt, was unter diesem Titel zu verstehen ist.

Welche Symbiose bilden Holz und Tourismus?
FRANZ LÜFTENEGGER:
"Über 50 Prozent der Fläche des Lungaus sind Wald. Holz bietet mit seiner gesamten Wertschöpfungskette (vom Forst bis hin zum fertigen Produkt) nach dem Tourismus den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig im Bundesland Salzburg. Rund 20.000 Menschen beziehen landesweit ein Einkommen vom Holz (hier sind die Waldbesitzer mit eingerechnet). In den Lungauer 'Holzbetrieben' – Forstbetriebe, Holz- und Sägeindustrie, Holzhandel, Zimmerer, Tischler und so weiter – sind zirka 900 MitarbeiterInnen beschäftigt."

Wie drückt sich diese Symbiose in ihrer Perfektion aus?
LÜFTENEGGER:
"Die Gäste schätzen unsere Landschaft, zu der unweigerlich der Wald gehört. Besonders gefragt sind bei den Gästen auch die 'Urigkeit', das Bodenständige, das Natürliche. Alte Bauernstuben, Hütten und Almen, aber auch moderne und durchgestylte Zimmer aus Holz,... Ohne Holz ist das alles nicht vorstellbar."

Woran konkret erkennen die LungauerInnen diese Symbiose?
LÜFTENEGGER:
"Der Lungau hat traditionell eine sehr starke Forst- und Holzwirtschaft. Durch die Höhenlage ist das Lungauer Holz besonders hochwertig, da es langsamer wächst. Leider wird Holz noch viel zu oft lediglich als 'Verkleidung' verwendet. Man will zwar das positive Image des Holzes nutzen, setzt aber auf mineralische Baustoffe. Genau hier kann sich jedoch der Lungauer Tourismus von den Mitbewerbern abheben. Im Biosphärenpark im Einklang mit der Natur Urlaub machen. Nichts geschönt, sondern authentische Bauvorhaben."

Welche anderen Bereich der Lungauer/Salzburger Wirtschaft bilden ebenfalls eine perfekte Symbiose mit Holz?
LÜFTENEGGER:
"Holzbauten haben sich zum Beispiel im öffentlichen Bereich sehr gut platziert. Gemeinden – wie beispielsweise Unternberg und Sankt Michael im Lungau - haben in den letzten Jahren die Vorteile von Holz bzw. Holzbauten erkannt. Gesundes und angenehmes Raumklima, Stärkung der heimischen Wirtschaft, Sicherung von Arbeitsplätzen, ökologische Bauweise, CO₂-Einsparung,… Holz bietet zahlreiche Vorteile."
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