3,6 Mio. Euro Schulden
Aparthotel der Familie Motaev in Margareten ist pleite
- Die Schönbrunner Straße 127 gehört mehrheitlich einem Unternehmen, das Mitgliedern der Familie Motaev zugeschrieben wird.
- Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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Die millionenschwere Insolvenz eines Immobilienunternehmens von Ronen und Ariel Motaev betrifft ein Aparthotel in Margareten.
WIEN/MARGARETEN. Das Unternehmen "SBS127 Projektgesellschaft GmbH" ist insolvent. Darüber informierte ein Sprecher des Österreichischen Verbands Creditreform. Ende Juli wurde ein Konkursverfahren eröffnet.
Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf mehr als 3,6 Millionen Euro. Die Causa betrifft ein Haus in Margareten: die Schönbrunner Straße 127. Die Projektgesellschaft besitzt mehrere Anteile des Gebäudes nahe dem Margaretengürtel.
Aparthotel an der Adresse
Die SBS127 wurde mit dem Ziel gegründet, die Schönbrunner Straße 127 "zu entwickeln und zu verwerten". So beschreibt es der Schuldnervertreter im Eröffnungsantrag der Insolvenz. Tatsächlich führte das Unternehmen an der Adresse ein Aparthotel. Ihr Mutterkonzern ist das Unternehmen "BSD Immobilien GmbH".
- An der Adresse wird ein Aparthotel geführt.
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Eigentümer der "BSD Immobilien GmbH" sind Ariel und Ronen Motaev. Der Nachname lässt aufhorchen: Die zwei Eigentümer gehören zur jüngeren Generation einer Familie, deren Mitglieder zahlreich als Immobilienentwickler in Wien tätig sind und teils umstrittene Projekte führen. MeinBezirk hat laufend berichtet – von der Margaretner Gassergasse 12 über die Floridsdorfer Brünner Straße 189 bis zum Favoritner Paltramplatz 5–6. Mehr dazu liest du unten.
"Insolvenzantrag alternativlos"
Der Konkurs der Projektgesellschaft SBS127 ist keine Überraschung. Bereits vor Monaten musste der Mutterkonzern, die BSD Immobilien, Insolvenz beantragen. Wie ein Creditreform-Sprecher gegenüber MeinBezirk bekanntgibt, hat der Mutterkonzern rund 8,5 Millionen Euro Schulden.
- Viele Mitglieder der Familie Motaev sind in Wien als Immobilienentwickler tätig. MeinBezirk hat über mehrere umstrittene Projekte berichtet.
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Grund für die hohen Schulden sei die Kostensteigerung der vergangenen Jahre. Wegen der Höhe der Verbindlichkeiten war die Insolvenzantragstellung letztendlich "alternativlos".
Für die Schönbrunner Straße 127 könnte die Insolvenz eine Zwangsversteigerung bedeuten. Laut Grundbuch ist ein Versteigerungsverfahren bereits eingeleitet. Dass ein Aparthotel zumindest zeitweise am Standort aktiv war, bestätigen zahlreiche Schlüsselboxen an der Mauer und Rezensionen. Der Versuch, ein Zimmer zu buchen, schlug auf der Website fehl – die angegebenen Kontaktmöglichkeiten verliefen ins Nichts.
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