Lokalaugenschein
MeinBezirk spricht mit Passanten: Ist Mattersburg eine "Geisterstadt"?
- In letzter Zeit ist immer wieder davon die Rede, dass Mattersburg eine "Geisterstadt" sei. Ein Lokalaugenschein von MeinBezirk zeigt - dem ist nicht so.
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In letzter Zeit ist immer wieder davon die Rede, dass Mattersburg eine "Geisterstadt" sei. Ein Lokalaugenschein von MeinBezirk zeigt - dem ist nicht so. Wir haben mit Passantinnen und Passanten gesprochen und einige Meinungen eingeholt.
MATTERSBURG. Am Donnerstagvormittag waren die Cafés in der Mattersburger Innenstadt fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige schlenderten durch die Straßen und erledigten ihre Einkäufe. Noch schnell Blumen kaufen, frisches Gebäck vom Bäcker besorgen und Bankgeschäfte erledigen. Einige hat es für Arzttermine in die Innenstadt verschlagen. Wieder andere genossen das milde Wetter für einen kleinen Spaziergang. Trotz der Semesterferien herrschte ein relativ reges Treiben in der Innenstadt. MeinBezirk war ebenfalls für einen Lokalaugenschein in der Innenstadt unterwegs und hat mit den Passantinnen und Passanten gesprochen.
Kleine Besorgungen und Arzttermine
Es kann nicht abgestritten werden, viele Geschäftsflächen stehen in der Innenstadt leer. Doch in mindestens genau so vielen halten sich seit Jahren diverse Bekleidungsgeschäfte, Friseure, Juweliere und Trafiken. MeinBezirk wollte von den Menschen, die am Donnerstagvormittag in der Innenstadt unterwegs waren, wissen, was sie in die Stadt verschlagen hat.
- Dass es in Mattersburg viele Leerstände gibt, lässt sich nicht abstreiten.
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Zwei Frauen hielten glücklich ihre Blumensträuße in die Höhe, als sie an uns vorbeieilten. Ein älterer Herr war für einen kleinen Spaziergang in der Stadt unterwegs, wie er uns verriet. "Ich war gerade mit meinen Freundinnen frühstücken", erzählt uns eine Dame am Hauptplatz. "Wir haben gerade meinen Mann zum Arzt gebracht. Wir sind nicht von hier, sondern wohnen in der Nähe von Eisenstadt. Wir sind aber sehr zufrieden mit den Ärztinnen und Ärzten in Mattersburg", berichtet eine Mutter, die mit ihrem Sohn in der Stadt unterwegs war. Eine Frau hat eben ein kleines Geschenk für eine Bekannte besorgt und einige Leckereien von der Bäckerei.
Sehnsucht nach einem Wirtshaus
Im Gastgarten eines Lokals haben sich ein Mann und eine Frau gemütlich gemacht. "Wir sind nicht von hier, aber bei uns im Dorf gibt es noch weniger, weswegen wir gern nach Mattersburg kommen", erzählt uns der ältere Herr. Und die Dame ergänzt: "Wir genießen jetzt hier unsere Getränke und anschließend gehen wir noch zur Bank, ein paar Dinge erledigen." Nach einem kurzen Plausch mit uns verrät uns der Herr, dass er sehr gern bei einem Bekleidungsgeschäft in der Stadt einkaufen geht. "Da finde ich immer was. Die sind super ausgestattet für Herren in meinem Alter." Schließlich kamen wir in unserem Gespräch auf das Thema, was in Mattersburg denn fehlt. "Ganz klar ein gescheites Café und ein ordentliches Wirtshaus", ist sich die Dame sicher, der Herr nickte zustimmend.
- Trotz der Semesterferien herrschte ein relativ reges Treiben in der Innenstadt.
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Was in Mattersburg fehlt
Auch in den anderen Gesprächen wurde deutlich: Die Mattersburgerinnen, Mattersburger und Personen aus der Region sehnen sich nach einem traditionellen Wirtshaus, wie es sie früher gab. Auch der Wunsch nach einem größeren Caféhaus ist groß. Eines, bei dem man auch gemütlich draußen sitzen kann. "Wie der Harrer halt war", resümiert ein Herr. Eine Passantin würde sich einen besseren Branchenmix in Mattersburg wünschen. Und ein älterer Herr bringt es folgendermaßen auf den Punkt: "Schuldzuweisungen, auch zwischen den Parteien, bringen nichts. Wichtiger wäre, dass sich endlich was in Mattersburg tut."
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