Formalfehler
Khleslplatz-Plandokument muss nochmal vor den Gemeinderat

Die Khleslplatz-Causa ist doch noch nicht durch. Ein Formalfehler beim Planungsausschuss zwingt das Plandokument erneut vor den Gemeinderat. (Archiv) | Foto: Angelika Dichler
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  • Die Khleslplatz-Causa ist doch noch nicht durch. Ein Formalfehler beim Planungsausschuss zwingt das Plandokument erneut vor den Gemeinderat. (Archiv)
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Bei der Flächenumwidmung rund um den Khleslplatz ist dem Planungsausschuss ein Formalfehler unterlaufen. Das Dokument muss wieder vor den Planungsausschuss und danach noch einmal vor den Gemeinderat. Eine Chance für die Umwidmungsgegner?

WIEN/MEIDLING. Der Khleslplatz und die geplante Flächenumwidmung rund um den Dreiecksanger sowie den Kleingärten beschäftigt die Nachbarschaft mittlerweile mehr als ein Jahr. Zuletzt wurde im Juni im Gemeinderat das vorgeschlagene Plandokument zur Flächenumwidmung angenommen, nachdem es durch den Bezirk und den Planausschuss gegangen war – MeinBezirk berichtete, siehe unten.

Doch laut einer Aussendung der Stadt Wien sei beim Verwaltungsablauf ein Formalfehler passiert, weshalb das Plandokument rund um den Khleslplatz mit der Nummer 8387 erneut im Planungsausschuss besprochen werden muss. Der Fehler bezieht sich darauf, dass Mitglieder des Ausschusses das Dokument bei der Sitzung vom 18. Juni 2025 "irrtümlicherweise zu spät" erhalten hätten. Beim nächsten Termin am 2. September kommt das Geschäftsstück erneut auf den Tagesplan. Aber: "Es gibt keine Auswirkungen auf den Inhalt oder die Anrainerinnen und Anrainer", heißt es zusätzlich in der Aussendung.

Chance für Kritiker?

Eine Sprecherin der zuständigen Stadtentwicklungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) bestätigt die Vorgänge. Dass das Geschäftsstück nochmal durch den Planungsausschuss gehen muss, bedeutet auch, dass es wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderats kommen muss. Dies ist voraussichtlich bei der nächsten Sitzung am Mittwoch, 24. September, der Fall.

Gegen eine Flächenumwidmung am Khleslplatz wehren sich Nachbarinnen und Nachbarn. Im Frühling wurde zu Demonstrationen aufgerufen. | Foto: Erich Honsal
  • Gegen eine Flächenumwidmung am Khleslplatz wehren sich Nachbarinnen und Nachbarn. Im Frühling wurde zu Demonstrationen aufgerufen.
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Während die Aussendung des Rathauses davon spricht, mit dem aktuellen Plandokument den Wünschen der Kritikerinnen und Kritiker entgegengekommen zu sein, sehen die Gegner der Flächenumwidmung das anders. In einer Umfrage von MeinBezirk, in der gefragt wurde, wie die Leserinnen und Leser zu der Flächenumwidmung stehen, stimmten 203 von 212 Stimmen mit "Eine Katastrophe" ab (mehr dazu unten).

Zwar wurde die Reduktion der maximalen Bauhöhe an den Adressen Khleslplatz 3 und 8 und die Ausweitung der Schutzzone begrüßt, allerdings gingen diese Änderungen am Dokument den Unterstützerinnen und Unterstützern von "Rettet den Khleslplatz" nicht weit genug. Besonders in Bezug auf die eingebrachte und im Petitionsausschuss besprochene Petition sei man nicht zufrieden. Diese wurde erst zwei Tage nach der Entscheidung des Gemeinderats im Petitionsausschuss am 27. Juni behandelt. Kritikerinnen und Kritiker sprachen von einer "demokratiepolitischen Bankrotterklärung".

Was passiert am Khleslplatz?

Zur Erinnerung: Am Khleslplatz und der anliegenden Adresse An den Eisteichen wurde eine Flächenumwidmung entschieden. Diese erlaubt, in dem Areal mehr Gebäude zu errichten und höher zu bauen als bisher. An den Eisteichen soll ein neues Gymnasium entstehen, wofür hier eine höhere Baugröße gebraucht wird. Am besagten Platz soll eine weitere Verdichtung durch Gebäude folgen.

Während die Umwidmung bei den Eisteichen von den meisten Stellen als wünschenswert erachtet wird, ist das bei den Adressen am Khleslplatz nicht so. Bei der Nummer 3 und 8 fürchten die Kritikerinnen und Kritiker, dass durch die geplante maximale Bauhöhe von neun Metern das Ambiente des historischen Platzes zerstört werde.

Das war am Khleslplatz los:

Neue Khleslplatz-Flächenwidmung im Gemeinderat angenommen

Khleslplatz-Petition wird womöglich nach Entschluss gehört
Khleslplatz sorgt für hitzige Polit-Debatte im Bezirksparlament
Die Khleslplatz-Causa ist doch noch nicht durch. Ein Formalfehler beim Planungsausschuss zwingt das Plandokument erneut vor den Gemeinderat. (Archiv) | Foto: Angelika Dichler
Gegen eine Flächenumwidmung am Khleslplatz wehren sich Nachbarinnen und Nachbarn. Im Frühling wurde zu Demonstrationen aufgerufen. | Foto: Erich Honsal
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