Ratschkygasse
Gratis einkaufen im Kostnix-Laden

Dominikus und Kerstin sind zwei von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern hinter dem Kostnix-Laden.
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  • Dominikus und Kerstin sind zwei von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern hinter dem Kostnix-Laden.
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Im Kostnix-Laden in der Ratschkygasse kann man gratis gebrauchte Sachen erstehen.

MEIDLING. Geld regiert die Welt. So meint es das alte Sprichwort. Im Kostnix-Laden nahe der Meidlinger Hauptstraße sieht man das aber anders. Hier kann man gebrauchte Bücher, Kleidung, Geschirr und mehr „kaufen“, ohne einen Cent dafür ausgeben zu müssen.

„Der Hintergrundgedanke ist die geldlose Kooperation von Menschen, das Geben und Nehmen ohne Zwang und Bedingung“, schildert Sarah das Konzept hinter dem Projekt. Seit zwei Jahren ist Sarah ehrenamtlich dabei. Als Befürworterin eines geldlosen Lebensstils war sie eine regelmäßige Besucherin des Geschäfts als dieses noch im 5. Bezirk angesiedelt war. Bei seinem Umzug nach Meidling vor zwei Jahren entschied sie sich mitzuhelfen.

Keine Gegenleistung

Es gibt nur zwei wichtige Regeln: Eine Person darf pro Besuch zehn Dinge mitnehmen und nur Sachen in gutem Zustand spenden.

Der Laden wurde vor 15 Jahren von einer Gruppe von Freunden eröffnet. Damals war es nur als ein kurzlebiges Projekt gedacht. Das Konzept erwies sich aber als so beliebt, dass es weitergeführt wurde.

Im Gegensatz zu ähnlichen Initiativen müssen die Kunden des Kostnix-Ladens keine Gegenleistung erbringen, um dort kostenlos einkaufen zu dürfen. Geld- und Sachspenden werden zwar gerne gesehen, sie sind aber keine Voraussetzung.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Heute erfreut sich der Kostnix-Laden großer Beliebtheit und vieler neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter. Dominikus ist einer von ihnen. Er ist seit einem Monat beim Projekt tätig und bezeichnet dieses als sicheren Hafen für Gleichgesinnte: „Es ist genau das kleine Plätzchen, wo man alles findet, ohne, dass Geld von einem erwartet wird.“

Das war es, was Dominikus bei seinem ersten Besuch anzog. „Wenn man sich mit Freunden trifft, geht man zum Beispiel Bier trinken und zahlt vier Euro pro Bier oder man schaut sich einen Film an und zahlt zehn Euro. Hier bekommt man alles“, schildert er und zeigt dabei auf einen kleinen, weißen Kühlschrank, der hinter der Verkaufsbar steht. Dort bewahrt das Team regelmäßig Essen aus Foodsharing-Betrieben auf.

Abseits der Geldtretmühle

Der Kostnix-Laden ist mehr als nur ein Geschäft, wo man Dinge kostenlos erstehen kann. Oft werden hier an Wochenenden offene Treffen veranstaltet, wie Filmabende, Konzerte oder Lesungen.

„Der Laden verbindet ganz viele Sachen miteinander, abseits von der typischen Geldtretmühle“, schwärmt Kerstin, die sich seit zehn Jahren ehrenamtlich beim Projekt engagiert.

Gegen Verschwendung

Obwohl es im Kostnix-Laden nur wenige Regeln gibt, kann man nicht einfach alles nehmen, was man will. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass Besucher über ihren Einkauf nachdenken: "Man muss überlegen: Brauche ich das? Suche ich das? Wenn man keine Verwendung dafür hat, lässt man es auch stehen“, so Kerstin.

Zur Sache

Der Kostnix-Laden in der Ratschkygasse 14 (Eingang in der Erlgasse) ist Montag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Online findet man ihn hier.

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