29.10.2016, 00:00 Uhr

Schedifkaplatz: Zweiter Lift für die U6 gefordert

Bezirksrat Ernst Zlabinger (hinten re.) und der frühere ÖVP Klubobmann Franz Karl (li. im Rollstuhl) mit Begleitung vor dem ständig überfüllten Lift

Meidlinger sind erbost: Häufige Störungen und Überlastung am einzigen Lift zur U6

Am Schedifkaplatz ist viel los. Kein Wunder, am Bahnhof treffen Bus, Bim, U-Bahn und Bahn aufeinander. "Probleme haben hier Menschen, die auf den Lift angewiesen sind", so Bezirksrat Ernst Zlabinger (ÖVP).

Denn um ins Zwischengeschoß beziehungsweise von dort zur U6 zu kommen, gibt es keine andere Möglichkeit als diesen Lift. Und der sei besonders häufig außer Betrieb oder werde gewartet.

Kreativität gefordert

Bisherige Anfragen zur möglichen Errichtung eines zweiten Liftes bei den Wiener Linien blieben ergebnislos, so Zlabinger: "Angeblich sei es wegen der darunterliegenden Bahngleise unmöglich." Da fordert der Meidlinger ein kreatives Denken, technisch sei das möglich, wenn man wolle – etwa in der Mitte des Verbindungsganges zur U6.

Unterstützung erhält er vom Vizepräsidenten des Österreichischen Seniorenrates, Franz Karl. "Der Aufzug führt ja nicht nur zur U6, sondern ist vor allem auch für die ÖBB-Station Meidling sehr wichtig", so der Meidlinger. "Sollte der Aufzug gestört sein, können wir Rollstuhlfahrer nur mehr Taxi-Fahren. Das ist einfach unzumutbar!"

Die Wiener Linien verstehen die Aufregung um den Lift am Schedifkaplatz nicht ganz: "Die Verfügbarkeit lag in den letzten Monaten zwischen rund 96 und 99,9 Prozent", so Spracher Michael Unger. Gelegentliche Instandhaltungsarbeiten würden diese Zahlen gewährleisten. Gearbeitet werde wenn möglich in den Nachtstunden, oder wenn weniger Menschen unterwegs sind.

"Wir informieren auch über Aufzugsausfälle, etwa über die handyapp qando und auf www.wienerlinien.at", so Michael Unger.

Franz Karl kämpft aber weiter für einen zweiten Aufzug und meldete das Anliegen dem Behindertenanwalt Erwin Buchinger. Der empfiehlt zumindest einen Etappenplan, um einen zweiten Lift in Zukunft einzubauen.

Nachträgliche Lifteinbauten seien einerseits sehr teuer und auch technisch nicht immer ganz leicht möglich. Aktuell gäbe es keine konkreten Pläne für den Einbau eines weiteren Liftes, so heißt es von den Wiener Linien.
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Freddy Burger aus Meidling | 01.11.2016 | 12:31   Melden
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