Stift Melk
Stift Melk restauriert weiter - fünfte Etappe startet
- Präsident des Fördervereins Ex Litteris Immortalitas Erwin Hameseder, Abt des Stiftes Melk Ludwig Wenzl, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ Hermann Dikowitsch, Bürgermeister der Stadtgemeinde Melk Patrick Strobl
- Foto: Franz Gleiß
- hochgeladen von Philipp Pöchmann
Die Restaurierung der Bibliothek des Stifts Melk läuft von 2022 bis 2032 und geht nun in die fünfte Etappe.
MELK. Im Mittelpunkt stehen die barocken Prunkräume, das eindrucksvolle Zentrum der rund 300 Jahre alten Stiftsbibliothek. Sie zählen zu den bedeutendsten Raumschöpfungen des europäischen Barocks und ziehen jährlich mehr als 450.000 Besucher aus aller Welt an. Künstler wie der Freskenmaler Paul Troger prägten diesen einzigartigen Ort maßgeblich.
„Seit mehr als 300 Jahren bewahrt die Stiftsbibliothek Wissen, Geschichte und Kultur. Bibliotheken wie diese waren immer mehr als Aufbewahrungsorte für Bücher. Sie waren und sind bis heute Ausdruck unseres Selbstverständnisses einer lebendigen Tradition als Ort des Denkens, des Forschens und des Glaubens“, betont Abt Ludwig Wenzl OSB.
Mit der fünften Etappe rückt das barocke Gesamtkunstwerk in den Fokus. In den kommenden zwei Jahren werden Wand- und Deckengemälde, Holzregale, vergoldete Zierelemente sowie der wertvolle Buchbestand behutsam restauriert. Alle Maßnahmen folgen dem Grundsatz, Eingriffe auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken und die originale Substanz bestmöglich zu bewahren.
„Unser Ziel ist es, dieses kulturelle Erbe in seiner gewachsenen Substanz zu sichern, sodass seine Einzigartigkeit auch für kommende Generationen unverfälscht erlebbar bleibt“, so Abt Ludwig.
Bibliothek bleibt zugänglich
Die Bibliothek bleibt während der Arbeiten weitgehend für Besucher zugänglich. Parallel dazu werden Brandschutz und Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht, ohne das barocke Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.
Das Gesamtprojekt ist auf elf Jahre angelegt und umfasst Investitionen von rund zwölf Millionen Euro. Das Stift Melk trägt siebenundvierzig Prozent der Kosten, das Land Niederösterreich fünfundzwanzig Prozent, der Bund fünfzehn Prozent, der Förderverein zehn Prozent und die Stadtgemeinde Melk drei Prozent. Neben der Restaurierung von Böden, Wänden, Decken, Fenstern und Büchern stehen auch Maßnahmen im Außenbereich sowie ein modernes Brandschutz- und Klimakonzept im Fokus. Damit setzt das Stift Melk einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Sicherung dieses bedeutenden Kultur- und Wissensortes.
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