Krankenhaus Mistelbach
Ein langer Leidensweg

Silvia Fritsch machte keine guten Erfahrungen im Krankenhaus Mistelbach.
  • Silvia Fritsch machte keine guten Erfahrungen im Krankenhaus Mistelbach.
  • Foto: Silvia Fritsch
  • hochgeladen von Karina Seidl-Deubner

Eine Fehldiagnose führte zur Notoperation. Seit Wochen leidet Silvia Fritsch an den Spätfolgen.

MISTELBACH (ks). Was Silvia Fritsch durchmachen musste, kann man mit Fug und Recht als Leidensgeschichte beschreiben. Nachdem sie sich mehrere Stunden erbrochen hatte, kam sie gegen 8.30 Uhr mit der Rettung ins Mistelbacher Krankenhaus. Mit Schmerzinfusion, Kochsalzlösung und Schlaftablette wurde sie in den Warteraum gesetzt.
Um 12.30 Uhr wurde der Frau nochmals Blut abgenommen um sie zwei Stunden später mit einem Rezept ins Krankenhaus Hollabrunn zu schicken. Dort war Silvia Fritsch im Vorjahr wegen Angststörungen Patientin.
Um dorthin zu kommen, sprangen Freunde ein. Der Brechreiz war den ganzen Tag über ständiger Begleiter; erst am Abend kam Erleichterung, doch die Schmerzen blieben weiterhin. Am 5. Oktober – neun Tage nach dem ersten Besuch – waren die Schmerzen so groß, dass sie wieder ins Krankenhaus kam. Eine Ultraschalluntersuchung verlief ergebnislos. "Nur der Magen würde verquollen aussehen, was aber bei Gastritis normal ist" erzählt Silvia Fritsch. Trotzdem wurde sie stationär aufgenommen. Wieder musste sie nachts erbrechen. Erst eine CT-Untersuchung zeigte, dass der Blinddarm durchgebrochen war und sich bereits ein zehn Zentimeter langer Abszess gebildet hatte. In einer Notoperation wurden Teile des Dünn- und Dickdarms entfernt.
Bis hierher bestätigt das Krankenhaus die Geschichte von Frau Fritsch.

Überforderung

Zwei Tage nach der Operation musste sich Silvia Fritsch in der Nacht wieder erbrechen. Von der herbeigerufenen Nachtschwester bekam sie lediglich einen nassen Waschlappen in die Hand gedrückt. "Da ich mich kaum bewegen konnte, war es mir nicht möglich mich zu waschen. Am 14. Oktober wurde Silvia Fritsch aus dem Krankenhaus entlassen, dazwischen wurde sie zwei Tage künstlich ernährt.
Bereits am 16. Oktober kam die Patientin wieder ins Spital, da Sekret aus der Wunde austrat. Das Krankenhaus spricht hier von "einer oberflächlichen Wund-Infektion, die jedoch mit Antibiotika gut behandelbar war." Wieder stationär aufgenommen fühlte sich Silvia Fritsch gut vom diensthabenden Arzt betreut. Weniger gut allerdings von der Schwester. "Die Pflegerin machte mir unfreundlich klar, dass meine Begleitung mich hätte anmelden müssen, und dass sie das jetzt tun muss weil ich ja jetzt alleine bin."

Spätfolgen

"Mittlerweile habe ich mich von den Strapazen einigermaßen erholt, leide jedoch seit der OP an Durchfall, Bauchschmerzen und Übelkeit. Mein Hausarzt vermutet einen Krankenhauskeim. Ich kann noch nicht arbeiten. Kann das Haus nur verlassen wenn ich nichts gegessen habe. Meine Lebensqualität ist sehr stark eingeschränkt" beschreibt Silvia Fritsch ihren aktuellen Status. Seitens des Krankenhauses wird festgehalten, dass ein weiterer, vorgeschlagener Kontrolltermin in der Chirurgischen Ambulanz nach der Entlassung nicht mehr wahrgenommen wurde.
Eines ist Silvia Fritsch ganz wichtig festzuhalten: "Ich möchte nicht alles im Krankenhaus schlecht reden, aber ich denke, es ist schon sehr viel bei meiner Behandlung schief gelaufen."

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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