Künstler im Weinviertel, Schwerpunkt Holz
Metallica-Rammstein küsst Pachelbel
- Im Musikzimmer von Petra Mallin.
- Foto: Regina Courtier
- hochgeladen von Regina Courtier
Die Harfenistin aus Hochleithen entlockt ihre Harfe also nicht nur zauberhafte Feenklänge, gespielt wird was gewünscht wird und das Repertoire ihrer Musik ist unerschöpflich.
HOCHLEITHEN. Petra Mallin ist ein musikalisches Ausnahmetalent, das unbeirrbar ihren bereits vorgegebenen, musikalischen Weg beschritten hat. Es gibt mittlerweile kaum einen Event, auf dem sie nicht gerne gebucht wird, einfach weil ihr Spiel etwas magisch-sphärisches hat, egal aus welcher Musikrichtung der zu interpretierende Song gerade kommt.
"Das Instrument ist rasch im Auto verstaut" verrät die Musikerin, die ihre Klänge mit Vorliebe vor Ort aus den Saiten zaubert. Wenn ein Fest die geeignete Musikuntermalung braucht, sie ihren Schülern Unterricht gibt, in Altersheimen, oder im Hospiz Wolkersdorf. Dorthin wird sie eingeladen, wenn Therapiemusik erforderlich ist, oder einfach nur ein alter Schlager, der ewig nicht mehr gehört wurde vorgetragen werden soll.
"Die Musikheilkunde schafft einen Entspannungsraum für kranke und alte Menschen. Beflügelt werde ich dabei von den spürbaren, wohlwollenden Reaktionen der Wertschätzung. Oft kommt es, neben den musikalischen auch zu verbalen Dialogen. Die mitunter lustig, interessant, aber auch sehr traurig sein können. Der therapeutische Hintergrund, gemeinsamer Zeit ist ein wichtiger Punkt bei dieser Arbeit.
Der Musikhimmel ist voll fantastischer Melodien die für jeden Moment des Lebens passen", erklärt Mallin. "Mein Solorepertoire erweitert sich laufend und bei der Fülle an Noten, die sich in meinen Archiven befinden, kann ich aus dem Vollen schöpfen".
Klangköper aus Holz
"Das Naturmaterial Holz zur Harfe zu gestalten, zu formen, es dann zum Klingen zu bringen, lässt mich immer wieder aufs Neue faszinieren", erzählt die Harfenistin. "Und keine Harfe gleicht der anderen. Wie sie klingt hängt von der Bauart, dem Holz und natürlich davon ab, wie sie gespielt wird. Es ist meine Volksharfe, die ich überall hin mitnehme, sie hat einen perfekten Klangkörper und ist leicht zu transportieren. Das Instrument ist aus Fichtenholz und wurde im Kitzbühler Traditionsbetrieb "Mürnseer" gefertigt. Die "Zweite" in meinem Musikzimmer ist eine "Salvi". Eine Konzertharfe aus Ahorn, feinste italienische Instrumentenbaukunst aus Piasco", führt die Musikerin aus.
- Im Musikzimmer von Petra Mallin.
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Es muss Harfe sein
Petra Mallin kommt aus einem sehr bodenständigen Elternhaus wo Musik kein großes Thema war. Ihr Wunsch Harfe zu spielen war eine Überraschung, aber die Mutter unterstützte das und lies sie ein paar Stunden nehmen. Danach war schnell klar, dass eine Harfe ins Haus musste. "Meine Begeisterung war nicht zu bremsen. Mit sechs Jahren nahm ich bereits bei der Soloharfenisten Gerda Müller Unterricht. Es folgten erste Konzerterfahrungen in Volksmusik-Ensembles und Kirchenorchestern.
Mallin absolviert in der HBLA Herbststraße in Wien eine kaufmännische also auch künstlerische Ausbildung und heuerte nach der Matura als Buchhalterin an. Parallel dazu besuchte sie immer wieder Harfenseminare. Der Feingeist, tendierte jedoch mehr zur Musik als zum Bürojob, daher musste eine Entscheidung getroffen werden. Sie kündigte und ist seit 2022 selbständige, mobile Harfenspielerein.
Auch Petra Mallin prägte die Corona-Zeit. Allerdings nutzte sie diese Ruhe dazu, Musik-Improvisationen und ihre Selbständigkeit auszubauen. Gleichzeitig startete sie die Ausbildung zur Musikheilkunde bei Uschi Laar.
Mehr Details über Petra Mallin:
https://www.petramallin.at
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