Schweinbarther Linie
Wahlkampfthema ist abgefahren

Die Züge der Schweinbarther Linie stehen derzeit.
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BEZIRKE MISTELBACH. Es war der Wille des Landes, die unwirtschaftliche Regionalbahn R 18 durch Busse zu ersetzen. Mittelfristig will man die Dieselbusse durch Elektro-Modelle ersetzten und so eine grüne Vorzeigeregion werden. SPÖ, Grüne und Blaue machten sich für den Erhalt der Regionalbahn, die Obersdorf mit Bad Pirawarth und Gänserndorf verbindet. Ob die Wähler es ihnen gedankt haben? Die Bezirksblätter fragten nach.

Grüne Beteiligung

In Großengersdorf haben sich eine überparteiliche Plattform und die SPÖ für den Erhalt der Regionalbahn stark gemacht. "Aus meiner Sicht hatte dieses Thema keinen Einfluss auf das Ergebnis der GR-Wahl", erklärt Stefan Anger, Spitzenkandidat der SPÖ. Er konnte nur 1,94 Prozent dazu gewinnen und liegt nun bei 36,3. Wesentlich mehr profitierte aber die ÖVP vom Nichtantreten der Grünen und der FPÖ. Sie holten sich 9,6 Punkte und vereint nun 63,7 Prozent der Großengersdorfer hinter sich. Auch wenn es in Mandaten, je eines für Rote und Schwarze geben wird, ändert es dennoch nichts an der ÖVP-Dominanz.

Für Pendler nach und von Wien erhöht sich der tägliche Arbeitsweg durch das Einstellen der Bahn um gut 40 Minuten.

Stefan Anger, SPÖ

"Helfen kann den Pendlern, Schülern und Senioren nur die aktuelle Klimadiskussion und die Beteiligung der Grünen an der Bundesregierung. Für die ÖVP-NÖ ist das Thema offensichtlich mit stinkenden Dieselbussen bestens erledigt", ärgert sich Anger, "durch die Zugewinne auf ÖVP-Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass an einer Wiederaufnahme der Bahn ernsthaft gearbeitet wird.
Auf Rückenwind von Bundesseite hofft auch die Plattform "Regionalbahn statt Bus", die vor allem auf Umweltministerin Leonore Gewessler setzt. Mit der zweiten Auflage der Petition will man den "ReSTART" erreichen.

Machtverschiebung

In Bockfließ holte sich die SPÖ über zehn Prozent von der ÖVP. Trotz der "Machtverschiebung" sind die Verhältnisse in Bockfließ mit 63 zu 37 Prozent klar.

Gänserndorfer Seite

Auf der Gänserndorfer Seite ist der Wahlausgang für die SPÖ durchwachsen: Verluste gab es in Auersthal (34,1%, -4,9%), Schönkirchen-Reyersdorf (27,4%, -2,5%) und Groß-Schweinbarth (24,4%, -22,2%). Die Halbierung der SPÖ in Matzen-Raggendorf von 48,5 Prozent auf 22,9 ist aber wohl dem Antreten der bisherigen SPÖ-Bürgermeistern mit eigener Liste geschuldet. 
Rote Zugewinne gab es entlang der Schweinbarther Linie in Bad Pirawarth (43,3%, +3,88) und Prottes (31,9%, +19,1%).

Die Züge der Schweinbarther Linie stehen derzeit.
Gerhard Mayer und Gabriele Rath-Schneider wollen die Bürgermeister auf ihre Seite holen.
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