"Bewohnerin zweiter Klasse"
Anrainer klagen über Parkplatznot am Neubau
- Parkplätze sind am Neubau oft besetzt.
- Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
- hochgeladen von Pia Rotter
Zu wenige Parkplätze, lange Parkplatzsuche und immer wieder neue Stellflächen, die wegfallen: Einige Neubauerinnen und Neubauer klagen darüber, dass es im 7. Bezirk zunehmend schwieriger wird, einen Parkplatz zu finden.
WIEN/NEUBAU. Eine Leserin meldete sich kürzlich bei MeinBezirk, dass es immer schwieriger würde, einen Parkplatz am Neubau zu finden. Doch ist dies nur eine Einzelmeinung?
MeinBezirk wollten deshalb von seinen Leserinnen und Lesern wissen: Gibt es im 7. Bezirk tatsächlich zu wenige Parkplätze? Auf den Aufruf meldeten sich zahlreiche Anrainerinnen und Anrainer zu Wort. Sie äußerten unter anderem Kritik an der Entwicklung im Bezirk. Gleichzeitig machten sie auch konkrete Vorschläge, wie sich die Situation aus ihrer Sicht verbessern ließe – etwa durch zusätzliche Parkmöglichkeiten oder günstigere Stellplätze in Garagen.
"Es gibt keine Parkplätze!"
"Ich wohne seit 44 Jahren hier und gerne im Bezirk. In Wien bin ich nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, fahre aber mehrmals pro Woche mit dem Auto zu meiner Familie nach Niederösterreich. Wenn ich abends zurückkomme, beginnt die Parkplatzsuche. Ich habe nichts gegen Umgestaltungen, es ist aber die Frage, wie und in welchem Ausmaß diese vorgenommen werden. Schanigärten finde ich im Sommer schön und belebend. Müssen sie aber auch im Winter ungenutzt stehen bleiben? Ich möchte mich als Autobesitzerin nicht als Bewohnerin zweiter Klasse fühlen."
Monika S., per E-Mail
"Mein Mann und ich sind traurig. Denn sowohl unsere Kinder als auch die Enkelkinder kommen kaum noch zu uns, weil wir in der Neustiftgasse wohnen. Es gibt keine Parkplätze! Wir müssen aber selbst mit dem Auto zu unserer Familie nach Schwechat und Perchtoldsdorf fahren. Gerade für ältere Menschen sind längere Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht immer einfach."
Regina G., per E-Mail
- Parkplätze fallen manchmal Grätzl-Oasen zum Opfer.
- Foto: BV7
- hochgeladen von Pia Rotter
"Ich wohne seit 1999 im Bezirk und wurde noch nie zu einem Projekt befragt. Es gibt Menschen, die auf das Auto angewiesen sind. Die Parkplatzsuche, das ewige Im-Kreis-Fahren und Hoffen, dass jemand wegfährt, ist zermürbend. Warum werden wir Anrainer nicht gefragt, ob wir gegen weitere Parkplatzverluste sind?"
Leserin, per E-Mail
"Ich wohne in der Burggasse. Meine Familie, die über der Donau wohnt, muss bei Besuchen meist eine Garage nehmen. Auch Handwerker klagen, dass sie lange nach einem Parkplatz suchen müssen. Bei Versammlungen der Bewohner des 7. Bezirks werden vonseiten der Bezirksvorstehung negative Anmerkungen zum Parkplatzraub übergangen!"
Rosemarie B., per E-Mail
"Parkplätze werden kontinuierlich reduziert"
"Wir leben seit 1978 im Bezirk. Seit die Grünen die Mehrheit haben, sind Parkplätze kontinuierlich reduziert worden. Statt Stellplätzen entstehen Radständer, Schanigärten und Parklets. Dass 80 Prozent die Umgestaltungen positiv sehen, ist eine politisch manipulative Darstellung. Leider ist nicht zu erkennen, dass die Bezirksvertretung die Interessen alle Bezirksbewohner vertritt."
Franz S., per E-Mail
"Mit voller Überzeugung und persönlich betroffen antworte ich auf die Frage nach zu wenigen Parkplätzen mit einem lauten 'Ja'. Seit den U-Bahn-Arbeiten und der Schaffung von Grün- und Ruhezonen (positiv!) hat sich die Situation weiter verschärft. Die Lösung wäre aus meiner Sicht, den Anrainern kostengünstige Parkgaragenplätze für unter 100 Euro anzubieten."
Leserin, per E-Mail
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