Neubau
Die Pläne für die Umgestaltung der Seidengasse stehen fest
- Vertreter der Bezirkspolitik und der zuständigen Magistratsabteilungen stellten sich den Fragen der Anrainerinnen und Anrainer.
- Foto: Matthias Pandrea
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Trotz hoher Temperaturen blieben die Gemüter während der Präsentation der Umgestaltungspläne der Seidengasse kühl. Ab Herbst sollen neue Bäume, Obststräucher und Trinkhydranten die Seidengasse zu einem Ort machen, an dem man sich gern aufhält.
WIEN/NEUBAU. Im Nachbarschaftszentrum wurden die Pläne für die Seidengasse präsentiert. Dabei stellten sich die Bezirkspolitik und die zuständigen Magistratsabteilungen den Fragen der Anrainer. Anlass für die umfassende Umgestaltung des Abschnitts zwischen Schottenfeldgasse und Zieglergasse ist ein geplanter Fernwärmeanschluss.
Dieser soll als Chance genutzt werden, um den Straßenabschnitt auch gleich gestalterisch neu zu denken. Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) betont, dass die Seidengasse durch die Umgestaltung nicht nur grüner und lebenswerter verbreitert werde, sondern auch besser auf die zunehmende Sommerhitze vorbereitet sein solle.
- Die geplante Begrünung stieß auf Zuspruch vom Großteil der anwesenden Anrainerinnen und Anrainer.
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Viele der geplanten Maßnahmen gehen auf Anregungen aus einem Beteiligungsprozess im Frühjahr zurück. Bei einem Grätzlgespräch, mehreren Dialogformaten sowie über das Kinder- und Jugendparlament hatten Anrainerinnen und Anrainer die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. Diese wurden gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen weiterentwickelt und in die Planung aufgenommen.
Obststräucher und Trinkhydranten
"Ein Platz, an dem man sich gerne aufhält, egal ob man hier wohnt, arbeitet oder einfach nur vorbeiflaniert", so beschreibt der Bezirksvorsteher die Vision der Seidengasse. So soll künftig deutlich mehr Grünfläche zur Verfügung stehen. Laut den Plänen wächst diese um beinahe das Neunfache – von derzeit 32 auf 287 Quadratmeter.
- Mit der Bepflanzung der Bäume und Sträucher kann erst begonnen werden, sobald die Temperaturen unter 15 Grad sinken.
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Zusätzlich zu den bereits gepflanzten Bäumen sollen neun weitere Bäume für mehr Schatten und Abkühlung sorgen. Auch vier Obststräucher sind vorgesehen – eine Anregung aus dem Kinder- und Jugendparlament – ebenso wie ein Trinkhydrant. Die Lade- und Haltezonen sollen erhalten bleiben.
Start im Herbst
Einige Anrainer äußerten ihre Sorgen bezüglich des starken Durchzugsverkehrs sowie den zahlreichen „Eltern-Taxis“, die die nahegelegene GTVS Neubau ansteuern. Reiter betonte, dass ihm das Problem bekannt sei – an der bestehenden Verkehrsführung seien aber vorerst keine Änderungen geplant.
Die geschätzten Kosten für die neue Seidengasse belaufen sich auf rund 600.000 Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Mitte Oktober starten und innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen sein. Mit der Pflanzung der Bäume und Sträucher könne man erst beginnen, sobald die Temperaturen sinken. Während der Bauarbeiten sollen weder der Verkehr noch die Anrainer in der Seidengasse Einschränkungen erfahren.
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