S'Flügelhorn und die Tuba im Rucksack
Weisenbläser AGe spielten bei Aufg'horcht in Innsbruck auf
- hochgeladen von Julia Kaghofer
Die Weisenbläser AGe aus Gloggnitz kennt man im Bezirk, jetzt haben Sie sich aber auch einen Namen in Innsbruck gemacht.
Beim bekannten und heiß begehrten "Aufg'horcht in Innsbruck" durften jetzt die 6 Musikanten dabei sein.
Wer die Weisenbläser AGe schon mal bei einem Frühschoppen gehört hat, weiß das die Musikanten echte Tausendsasser sind, zumal die Musikgruppe aus Musikanten aus 4 verschiedenen Musikvereinen besteht, nämlich dem Kreuzberger Musikverein, Musikverein Schottwien, Musikverein Prigglitz und Stadtkapelle Gloggnitz. Nicht genug, dass sie neben den normalen Musikvereinsleben auch noch die Zeit und Muse aufbringen mit den Weisenbläsern zu proben sondern auch gemeinsam auf Reisen gehen.
Jeder der 6 Musikanten hat ein Steckenpferd und das von Andi Rigler (Tuba) war ausschlaggebend für den Auftritt in Innsbruck. Andi Rigler, bei den Weisenbläser AGe auch als der "Notenkauf-Süchtige" bekannt, lässt es sich auch nicht nehmen die Weisenbläser immer wieder wo zu bewerben oder anzumelden. Und das wurde jetzt belohnt. Im Juli kam dann die heiß ersehnte Email - Ihr seid dabei und bringt Innsbruck wieder zum klingen!
Ab diesem Zeitpunkt liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit dem Zug oder Auto? Fährt die Harfe auch mit dem Zug oder fliegen wir? So manche Fragen taten sich auf, aber bis zum Fest hatten die Musikanten alles top vorbereitet.
Achtung Bahnsteig 1 - Weisenbläser AGe go Innsbruck
Gerhard Grubner sen. (Flügelhorn) reiste bereits am Donnerstag an, um die Lage vor Ort zu checken.
Am Freitag, 17. Oktober 2025 um 6.45 Uhr fanden sich die Musikanten inklusive Koffer, Instrumenten und Fanclub am Bahnsteig ein. Wolfgang Floner (Steirische Harmonika) erklärte sich dazu bereit mit Harfe und dem Weisenbläser-Tisch die Reise nach Innsbruck mit dem Auto anzutreten. Für alle anderen hieß es ab in den Zug - oder doch nicht?
Durchzählen:
1 Julia, 2 Shorty, 3 Wolfi, 4 Andi, 5 ähh - Jaiti?
Hoppla da fehlte doch glatt ein Weisenbläser... die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges tickte schon.
"Jaiti wo bist du?" - "Mia foan jo eh east um hoiwa 8e oda" "Na, mia foan jetzt Gerhard!".
Ja was wär eine Reise ohne Nervenkitzel. Die bereits anwesenden Musiker, Intrumente und Fans stiegen in den Zug und geplante Zusammenkunft, inklusive des verspäteten Jaitis - Wien Meidling. Reisetrupp 1 am Weg nach Meidling, kurzer Halt in Wiener Neustadt. Doch dann, geschah dass was unser Shorty Gerhard Grubner (Flügelhorn und Lokführer - er weiß warum 1 Zug früher oft besser ist) vorausgesagt hat, es kann immer mal zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Technische Probleme und es hieß mit Sack und Pack in Wiener Neustadt Zwangs-aussteigen. Gott sei Dank war das Glück auf unserer Seite und es kam zeitnah ein Zug nach Wien Meidling.
Wien Meidling - Jaiti wo bist du?
In Wien Meidling fuhr bereits der Railjet ein und wir warteten auf unseren Jaiti, mittels Handy versuchte Andi Rigler unseren Jaiti in den Railjet zu lotsen - mit Erfolg, aber zum Herzinfakt Andis, hätte dieser in der Aufregung doch glatt seine Tuba am Bahnsteig stehen lassen - hat er aber zum Glück nicht.
So die Weisenbläser waren vereint und nun gings Karten spielend, schlafend und mit dem einen oder anderen Bier nach Innsbruck!
Innsbruck wir sind da!
Am Abend schmissen sich die MusikerInnen in Lederhose und Dirndl und dann gings mit den Öffis inklusive Harfe und Tuba zum Treibhaus in Innsbruck. Dort wurden alle Musikgruppen des diesjährigen Aufg'horcht vorgestellt und durften dort aufspielen. Durchs Programm führte Obmann des Tiroler Volksmusikvereines Peter Margreiter.
Die Weisenbläser-Burschen sind normal nicht auf den Mund gefallen, doch wenn es heißt wer stellt die Weisenbläser AGe vor wird man kleinlaut und der Finger gleich Richtung Harfenistin Julia Kaghofer gestreckt. Diese hat die Partie dann kurz vorgestellt und schon wurde aufgespielt und die Tanzfläche füllte sich mit Tanzpaarchen.
Erledigt aber glücklich fielen die Weisenbläser mit ihren Instrumenten dann in der Nacht in die Betten.
Samstag - Volksmusik Gruppen aus dem gesamten Alpenraum spielen an den schönsten Plätzen Innsbrucks!
Nach dem Frühstück machten sich die Musikanten auf zum Infostand des Volksmusikvereines um den Spielplan für den ganzen Tag abzuholen und die Strecke abzugehen, gilt es doch samt Instrumenten (und mache sind nicht so leicht), Noten und natürlich dem Weisenbläser-Tisch durch ganz Innsbruck zu tragen und rechtzeitig an der jeweiligen Spielstätte zu sein. Die Weisenbläser spielten vorm Culinarium, beim Haus der Musik, im Kaufhaus Tyrol und Franziskanerplatz beim Stiftskeller bei Sonnenschein und zahlreichen Besuchern auf.
Auch mit den umliegenden Musikgruppen kam man in interessante Gespräche und man tauschte Kontakte aus, so wie unser Connection-Profi Shorty Gerhard Grubner.
Beim goldenen Dachl war am Nachmittag ein großen Musikantentreffen mit allen Mitwirkenden Musikgruppen und dort konnten die Weisenbläser dann auch endlich das heiß ersehnte "Goldene Dachl"-Foto machen.
Zum Ausrasten war aber noch keine Zeit, musste doch noch die Baumpflanzchallenge in den Kasten gebracht wurde, so stellten sie sich kurzerhand vorm Goldenen Dachl auf und nahmen sie letzten Sequenzen fürs Video auf, sehr zum Interesse von so manchem Tourist.
Weiter gings mit den Öffis zum Bierstindl, dort spielten in den verschiedenen Stuben, im Saal, bei der Schank wieder alle Musikgruppen auf, bis in die Nacht wurde dort gesungen, getanzt, gespielt und gefeiert!
Am Sonntag wurde dann endlich ausgeschlafen, in Ruhe gefrühstückt und wieder die Koffer gepackt. Vormittags gings wieder in die Innenstadt zum Frühschoppen und am Nachmittag stiegen die Musikanten erschöpft aber wahnsinnig glücklich für die Heimreise wieder in den den Zug.
Danke an den Tiroler Volksmusikverein es war ein tolles Erlebnis, vielleicht bis nächstes Jahr!
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