25.09.2014, 18:05 Uhr

Volvo Stockcar Natschbach Loipersbach

Natschbach-Loipersbach: Stadion | Bericht von www.motorline.cc

Stockcar Racing Cup: Natschbach

Der Volvostockcup und seine Piloten
Am 27. September steigt auf der Sandbahn von Natschbach im Rahmen des Stockcar Racing Cup Austria auch der fünfte und vorletzte Lauf zum neuen, von GP Racing abgehaltenen Volvostockcup.

Weil der Tabellenführende vorzeitig ausstieg, darf man ein spannendes Titelduell zwischen dem „rasenden Fotografen“ Otto Lehr und Mastermind Georg Gschwandner erwarten. Und: Die aktuellen und die künftigen Volvostockcup-Piloten im Kurzportrait.




Georg Gschwandner, seit Kindestagen mit dem Motorsportvirus infiziert, seit vielen Jahren begeisterter Rallyepilot und Rennstallbetreiber, war schon immer von dem Gedanken fasziniert, Motorsport möglichst preiswert zu betreiben und mit seiner Firma GP Racing auch anzubieten. Zugleich fühlte sich der 41-Jährige seit jeher der Marke Volvo verbunden – kein Wunder, die „Elche“ mit Heckantrieb bereiten Fahrspaß, sind robust und damit auch mit geringen Kosten einsetzbar. Auf den Rallyepisten wurde schließlich sogar ein von Gschwandner initiierter Volvo-Cup ausgetragen…

Als der Lenkerprüfer und Unternehmer den noch jungen Stockcar Racing Cup Austria für sich entdeckte, wurde ein Volvo nach dem Saloon Car-Reglement aufgebaut – die Leitlinie, maximale Sicherheit bei minimalen Kosten, gefiel dem Niederösterreicher. Die Rennen auf der Natschbacher Sandbahn waren ganz nach seinem Geschmack: „Auf der Strecke wird bei maximalem Fahrspaß dennoch hart gekämpft – doch wenn die Motoren verstummen, sitzt man gemütlich bei einer Grillwurst und einem Bier beisammen. Dieser familiäre Zugang deckt sich mit unserer Herangehensweise – letztendlich steht die Freude am Fahren im Vordergrund.“

Bald schon wurden immer mehr Stock Volvos aufgebaut, sodass es heuer erstmals einen eigenen Volvostockcup gibt. Der Stockcar Racing Cup Austria, mit seinen drei Rennserien Formel 2, Saloon Cars und Volvostockcup, boomt – an jedem Rennwochenende werden es mehr Zuschauer. Nicht umsonst wird auf einer adaptierten Speedwaybahn gefahren – der Geist des Speedwaysports, der früher Zigtausende Fans an die Sandbahnen lockte, wurde mit dem von Österreichs Rallye-Ass Manfred Stohl gestarteten Stockcar Cup wieder ins Leben geholt: Die Zuschauer haben den Überblick über das gesamte Renngeschehen, können dabei Kulinarisches genießen. Die Rennen strotzen vor heißer Renn-Action, ein solches Spektakel erlebt man selten bei einer Motorsportveranstaltung.



Lauf 5: Das Duell Otto Lehr gegen Georg Gschwandner

Für den fünften und vorletzten Lauf zum Volvostockcup am 27.September kündigt sich ein spannendes Duell zwischen dem „rasenden Motorsportfotografen“ Otto Lehr und Cup-Mastermind Georg Gschwandner an. Zwar liegen beide hinter dem Tabellenleader Felix Spielauer, doch der junge Motorradrennfahrer wird am kommenden Wochenende nicht an den Start gehen. Lehr und Gschwandner jedoch trennen nur zwei Punkte voneinander.

Für den Tagessieg kommen aber auch Rallyepilot Norbert Tomaschek oder Curdo Stipo in Frage, letzterer hat zuletzt einen Sieg feiern können, auch in der Tabelle hat er zumindest theoretisch noch alle Chancen.

Die aktuellen Volvostockcup-Piloten


18 Stipo Curdo

Geboren am 19.08.1980
Beruf: Spediteur
Motorsport bisher: keiner
„Mir gefällt der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft zwischen den Teams – und ich mag unsere Fans, die bei jedem Rennwochenende dabei sind. Der Stock Volvo ist einfach zu reparieren, alles ist leicht zugänglich – aufgrund einheitlicher Motoren hat jeder die gleichen Siegchancen. Ich hoffe, dass mein Auto noch die restliche Saison durchhält und ich es noch in die Top 3 schaffe – was jedoch schwer wird, da meine Gegner schon etwas mehr Erfahrung haben als ich. 2015 möchte ich mit einem neuen Stock Volvo an den Start gehen und es wieder in die Top 3 schaffen.“


46 Otto Lehr

Geboren am 27.7.1970
Beruf: Außendienst (Küchen)
Motorsport bisher: Autocross in jungen Jahren
„Ich betreibe ja als Fotograf die Website www.motorsportfoto.at und war beim Stockcar Racing Cup Austria von Anfang an dabei. Ich war auch auf einem Schnuppertag von GP Racing und habe mich dann auch auf deren Homepage informiert. Mein erstes Rennen im Volvostockcup war dann der zweite Saisonlauf am 24. Mai dieses Jahres. Den Cup zeichnen meiner Meinung nach der hohe Spaßfaktor, die Action und die geringen Kosten aus, die man dafür zu bewerkstelligen hat. Neben der Chancengleichheit aufgrund der einheitlichen Fahrzeuge ist für mich auch relevant, dass diese Fahrzeuge beinahe unverwüstlich sind. Aufgrund der identischen Fahrzeuge kommt es mehr auf das Fahrkönnen an – natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. Mein Ziel für dieses Jahr ist der Gewinn des Volvostockcups – was denn sonst? Denn wie im Berufsleben möchte ich immer die Nummer 1 sein! Felix Speilauer fährt ja nicht mehr, allerdings haben er und Georg heuer einen Lauf mehr absolviert als ich, und nun habe ich auf Georg nur zwei Punkte Rückstand! Was ich in der Saison 2015 machen werde? Keine Ahnung! Möchte beim nächsten Schnuppertag einmal einen F2 fahren, und dann werden wir sehen. Die Entscheidung fällt frühestens nach dem Saisonfinale, vielleicht fahre ich 2015 auch wieder Volvo, wir werden sehen.“


65 Kurt Putz

Geboren am 3.2.1965
Beruf: Selbständig
Motorsport bisher: Rallye (Volvo)
„Da mein Geschäftspartner Georg Gschwandner den Cup ins Leben rief, wollte ich es auch unbedingt ausprobieren, ich fuhr mein erstes Volvostockcup -Rennen im Oktober 2013. Der Volvostockcup ist leistbarer, kameradschaftlicher Motorsport, welcher einfach und unkompliziert zu betreiben ist. 2015 möchte ich die ganze Saison bestreiten!“


66 Michael Noir Trawniczek

eboren am 14.3.1966
Beruf: Motorsportjournalist
Motorsport bisher: div. Einladungen in die Cockpitperspektive
„Als ich im Herbst 2013 mein erstes Rennen im Volvo fuhr, dachte ich an ein einmaliges Erlebnis – wie bei anderen Möglichkeiten, die ich bisher hatte, wie zum Beispiel die Weiz-Rallye oder ein BMW 325 Challenge-Rennwochenende zu bestreiten. Bis man als Rookie halbwegs draufkommt, wie es laufen könnte, ist es meist schon wieder vorbei. Heuer bis auf Lauf 1 alle Rennen im Volvostockcup zu bestreiten, ist eine neue Erfahrung – die meisten im Cup haben jedoch einschlägige Motorsport-Kenntnisse, ich versuche mich zu steigern, doch meistens werde ich versägt. Das macht nichts – es ist einfach toll, an einem Rennsport teilzunehmen, der gerade dermaßen durchstartet. Als ‚Werkspilot‘ versuche ich, diesen Sport medial zu pushen – weil ich davon überzeugt bin, dass es sich um etwas Großartiges handelt, das Manfred Stohl hier in Österreich etablieren will. Und weil es Georg Gschwandner schafft, den Preis so niedrig zu halten, dass auch weniger Betuchte für relativ wenig Geld Motorsport betreiben können. Für die Zuschauer gibt es spannende Action pur – ich empfehle die Reise nach Natschbach aus tiefster Überzeugung!“


198 Georg Gschwandner

Geboren am 23.3.1973
Beruf: Selbständig
Motorsport bisher: Rallye
„Ein familiäres Klima ist für mich der Grundstein für Freundschaften in und außerhalb des Stockcar-Sports. In unserem Volvostockcup gibt es ausgewogene Chancen für alle - durch die unkomplizierte und einfache Technik, die relativ lange Lebensdauer für ein Stockcar, was wiederum ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis ergibt. Mein Ziel ist es primär, jedem Interessierten seinen Traum vom eigenen Stock Volvo oder regelmäßigen Teilnahmen an unserem Cup zu ermöglichen!“


447 Friedrich Hemmelmayer

Geboren am 10.4. 1964
Beruf: Berufskraftfahrer
Motorsport bisher: Kartrennen
„Ich kam bei einem Schnuppertag von GP Racing auf den Geschmack – mir gefällt das familiäre Umfeld, der Zusammenhalt der Leute. Heuer möchte ich es noch in die Top 3 des Cups schaffen, 2015 ist der Gesamtsieg im Volvostockcup mein Ziel.“


999 Norbert Tomaschek

Geboren am 10.5. 1968
Beruf: Berufsschullehrer
Motorsport bisher: Rallyepilot (historisch), Sieger Volvostockcup Lauf 2/2014
„Der Volvostockcup ist fair, familiär und spektakulär. Die Elche sind robust, unverwüstlich, quadratisch, praktisch und gut. Ich fahre heuer noch die letzten beiden Läufe, 2015 möchte ich die gesamte Saison bestreiten.“

Die Volvostockcup-Piloten der Zukunft


Christa Christoph

Geboren am 17.1.1977
Beruf: Selbständig
Motorsport bisher: Saloon Cars
„Ich bin durch meinen Mann auf den Volvostockcup aufmerksam geworden, mein erstes Stockcar-Rennen fuhr ich im Juni dieses Jahres bei den Saloon Cars. Mir gefällt die super Atmosphäre auf der Piste und im Fahrerlager. Die Volvos sind robust und machen Spaß beim Fahren. Ich steige 2015 dann voll in den Cup ein, mein Motto lautet: Eins, zwei, Vollgas!““


Harald Christoph

Geboren am 10.11.1979
Beruf: Selbständig
Motorsport bisher: Saloon Cars
„Ich habe bereits im April 2014 mein erstes Rennen bei den Saloon Cars absolviert – nach gepflegten Gesprächen mit Georg Gschwandner beschloss ich, ebenfalls zu den Volvos zu wechseln. Ich mag einfach die Volvo-Familie. Auf der Piste wird hart gekämpft, aber sonst gibt es einen starken Zusammenhalt der Fahrer. Die Volvos sind sehr robust, nächstes Jahre geht es dann richtig los – nach dem altbekannten Motto: Mittendrin statt nur dabei!“


Christine Fuchs

Geboren am 19.8.1974
Beruf: Angestellte
Motorsport bisher: keiner
„Da ich mit Georg Gschwandner verlobt bin, habe ich den Volvostockcup von Beginn an aus nächster Nähe miterlebt beziehungsweise habe ich ja immer auch mitgeholfen im Fahrerlager. Zu meinem Geburtstag hat mir Georg einen pinkfarbenen Stock Volvo geschenkt – eventuell fahre ich noch heuer mein erstes Rennen im Volvostockcup, sicher aber dann 2015. Mir gefällt die Kameradschaft im Fahrerlager und dass sich daraus echte Freundschaften ergeben können. Im Volvostockcup haben alle Piloten die gleichen Chancen, außerdem haben diese robusten Autos eine sehr hohe Lebensdauer, sie haltern sehr viel aus. Wenn ich dann loslege, dann nach dem Motto: Dabeisein ist alles.“


Markus Walter

Geboren am 2.9.1974
Beruf: Tischler
Motorsport bisher: wenige Gokart-Rennen
„Meine Frau hat mir zu meinem 40. Geburtstag einen Gutschein für den Volvostockcup geschenkt – bis auf ein paar Gokart-Rennen habe ich keinerlei Motorsport-Erfahrungen, ich bin also eher ein leidenschaftlicher Autofahrer als ein Rennfahrer. Wenn ich im Cup loslege, werde ich ein kompletter Rookie sein.“


Andreas Mortsch

Geboren am 12.4.1964
Beruf: Selbständig
Motorsport bisher: Saloon Cars
Nachdem die liebevoll aufgebaute „rosa Rennsau“ relativ rasch von den Konkurrenten in der Saloon Car-Klasse zu kleinen Blechschnitzeln verarbeitet wurde, entstand „rosa Rennsau II“, just zu einem Zeitpunkt, wo man die Volvostockcup-Gang näher kennenlernte. Kurz entschlossen verkaufte man "rosa Rennsau II“ im jungfräulichen Zustand wieder und erwarb von GP Racing einen Serienvolvo, welcher über den Winter liebevoll aufgebaut wird - die gewählte Farbe des nächsten Stock Elchs wird wohl kaum jemanden überraschen. „Ich freue mich schon darauf, die Volvofamilie zu verstärken, das tolle Klima hat mich total begeistert und mich alle Vorurteile gegen die schwedischen Ziegel schnell vergessen lassen.“

Tabellenstand Volvostockcup

1 Felix Spielauer 235 Punkte
2 Georg Gschwandner 194 Punkte
3 Otto Lehr 192 Punkte
4 Stipo Curdo 172 Punkte
5 Friedrich Hemmelmayer 170 Punkte
6 Norbert Tomaschek 133 Punkte
7 Michael Noir Trawniczek 132 Punkte
8 Kurt Putz 51 Punkte
9 Michael Hintermayer 39 Punkte

Schnuppertag

Wer nun die unbändige Lust verspürt, einmal selbst einen Stock Volvo auf der Natschbacher Sandbahn probieren zu wollen, streicht in seinem Kalender den Samstag, den 11. Oktober rot an. Ein Block zu jeweils acht Runden kostet läppische 25 Euro!
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