19.09.2014, 10:20 Uhr

Architektur und Baukulturvermittlung an Schulen

Mag. Helga Fabsits, neue Direktorin am Gymnasium Oberpullendorf, intensiviert kulturelle Bildung als Teil der Allgemeinbildung.

"Architektur3 - Einblicke - Eindrücke - Erfahrungen" nennt sich jenes Architektur- und Baukulturvermittlungsprogramm, welches heuer, im Jahr der Baukultur, erstmals als Pilotprojekt an einem burgenländischen Gymnasium durchgeführt werden soll. Unter der Projektleitung von Mag. Sonja Melchart-Ledl und Mag. Manfred Leirer und der Mitwirkung der Architekten DI Dr. Daniela Filipovits-Flasch und DI Martin Mostböck werden Vorträge, Workshops und Lehrausgänge wie etwa der Besuch hervorragender Architekturbeispiele stattfinden. Das Ziel dieses Pionierprojekts ist die eigenständige Auseinandersetzung mit Architektur und Baukultur als Teil der Alltagskompetenz und die praxisnahe Anwendung der erworbenen Kenntnisse.

Einfluss aufs tägliche Leben

„Architektur“ hat von allen Kunstformen den unmittelbarsten Einfluss auf das tägliche Leben, verbringen die Menschen doch ihre meiste Lebenszeit in gestalteter Umwelt. Jugendliche sollen schon in sehr frühen Jahren dazu bewegt werden, ihren Lebensraum bewusst wahrzunehmen sowie Einfluss auf die bauliche Umwelt nehmen, indem Sie auf eine qualifizierte Teilhabe an zukünftigen (Stadt-)Planungsprozessen vorbereitet werden. Die Gestaltung unserer baulichen Umgebung aber auch unseres Naturraumes trägt wesentlich zum Wohlbefinden des/der Einzelnen bei und ist nicht zuletzt zentraler Bestandteil unserer kulturellen Identität. Ziel ist es, die Jugendlichen insofern für die Thematik zu sensibilisieren, als dass sie mehr von Häusern und Plätzen fordern als reine Zweckerfüllung.

Technik bewegt

Als Teil des Projektes wird auch die Impulswoche „Technik bewegt“ heuer erstmals am Gymnasium Oberpullendorf durchgeführt. „Technik bewegt“ ist ein Angebot für Schulen, das Jugendlichen auf spannende Weise die Aufgaben der Ziviltechniker näher bringen möchte. So sollen dieses Jahr etwa eine Architektin, eine Landschaftsplanerin, ein Geometer sowie ein Kulturtechniker aus ihrem Berufsleben und ihren Projekten erzählen. Zudem werden die Ziviltechniker Workshops vor Ort veranstalten, in denen die Schüler die Theorie direkt in die Praxis umsetzen und somit für kurze Zeit in die Rolle eines Ziviltechnikers schlüpfen können.
Seitens der Koordinatoren ist angedacht, das Projekt „Architektur3“ sowie die Impulswoche „Technik bewegt“ in den nächsten Jahren an weiteren burgenländischen Schulen durchzuführen. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch öffentliche und private Sponsoren.
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