Geschriebenstein: Die verirrte Pfandfindergruppe unversehrt in Hammerteich aufgefunden

Oberbrandinspektor Werner Fasching, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich und GrInsp Manfred Schmidt von der Polizeiinspektion Oberpullendorf haben die Gruppe gefunden.
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  • Oberbrandinspektor Werner Fasching, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich und GrInsp Manfred Schmidt von der Polizeiinspektion Oberpullendorf haben die Gruppe gefunden.
  • Foto: LPD Burgenland
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RECHNITZ/HAMMERTEICH. Eine Pfadfindergruppe von sieben Kindern aus Wien im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, die sich gestern in der Nähe des Geschriebensteines im Gemeindegebiet von Rechnitz, verirrt hatte, wurde heute gegen 05:25 Uhr unversehrt aufgefunden. Die Kinder befanden sich in einem Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich.

Von Rechnitz nach Lockenhaus

Die Pfandfindergruppe errichtete in Oberpullendorf nächst der „Kaisereiche“ ein Lager. Am Morgen des gestrigen Tages wurden die Kinder mit einem Bus von Oberpullendorf nach Rechnitz gebracht. Gegen 09.00 Uhr bildeten die Betreuer acht Gruppen, die alleine auf markierten Wegen durch den Wald des Günser Gebirges über den Geschriebenstein von Rechnitz nach Lockenhaus gehen sollten. Die jungen Pfadfinder waren gut ausgerüstet und hatten unter anderem einen Schlafsack, eine Decke und Reservekleidung bei sich. Ihre Betreuer begaben sich gesondert zur Aussichtswarte des Geschriebensteines, wo an einem Kontrollpunkt ein Treffpunkt mit den einzelnen Gruppen vereinbart war.

Nicht zum Treffpunkt gekommen

Als die Gruppe mit den sieben Kindern (zwei Mädchen, fünf Buben) um 16.00 Uhr den Treffpunkt noch nicht erreicht hatte, suchten die Verantwortlichen zunächst die Umgebung ab, wobei sie auch in Richtung Rechnitz zurückgingen.
Nachdem diese Suche erfolglos blieb, erstatteten sie gegen 21.40 Uhr auf der Bezirksleitstelle in Oberpullendorf die Anzeige. Unter Leitung des Bezirkshauptmannes von Oberpullendorf, Klaus Trummer, wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion, an der Polizei, Feuerwehr, zwei Förster der Esterházyschen Gutsverwaltung, die Rettungshundebrigade, das Rote Kreuz sowie der Arbeitersamariterbund mit insgesamt 103 Einsatzkräften und 18 Suchhunden teilnahmen, gestartet. Ein Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres war ebenfalls im Einsatz.

Unwegsames Gelände

Aufgrund des unwegsamen Geländes mussten mehrere Einsatzteams gebildet werden, wobei jedem Team ein ortskundiges Suchorgan zugeteilt wurde. Gegen 05.25 Uhr durchsteifte ein Polizist der Polizeiinspektion Oberpullendorf mit einem Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich ein Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich. In unmittelbarer Nähe der „Blauriegelhütte“ wurden sie auf die Kinder aufmerksam und geleiteten sie zur Burg Lockenhaus, wo sie vorerst auf Wunsch der Eltern untergebracht wurden.

"Lagerleben" fortgesetzt

Einige Eltern kamen noch während der Nacht nach Lockenhaus und wurden im Feuerwehrhaus – bis zur Auffindung der Kinder – von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. In Absprache mit Eltern und Betreuern wird das „Lagerleben“ weiter fortgesetzt – die Kinder bleiben in Oberpullendorf.

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