Frauenfußball
Südburgenland/Hartberg übersiedelt nach Stegersbach
- Der FC Südburgenland schlägt in Stegersbach seine Zelte neu auf: Obmannstellvertreter Karl Krammer, Joachim Steiner (BFV-Frauenakademie Leiter), Lilla Sipos, Bürgermeister Jürgen Dolesch und Obmann FC Südburgenland Christian Marth
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Mit dem Wiederaufstieg in die Admiral Frauen Bundesliga wechselt die SPG Südburgenland/TSV Hartberg auch die Spielstätte. Nach über sieben Jahren in der Fußballarena Mischendorf zieht es den FC Südburgenland sportlich weiter. Um den sportlichen Herausforderungen und damit verbundenen infrastrukturellen Erfordernissen gerecht zu werden, übersiedelt der Meister der 2. Frauen Bundesliga nach Stegersbach.
MISCHENDORF/STEGERSBACH. Im Herbst 2018 wurde die Fußballarena Mischendorf zur Heimstätte des damals noch in der Planet Pure Frauen Bundesliga spielenden FC Südburgenland. In den letzten Jahren erlebten die Spielerinnen manche Höhen und Tiefen - darunter der unglückliche Abstieg in die 2. Frauen Bundesliga im Frühjahr 2022.
In der Saison 2024/25 schaffte die SPG Südburgenland/TSV Hartberg mit 19 Siegen, drei Remis und einem Torverhältnis von 104:16 überragend den Meistertitel und somit den verdienten Wiederaufstieg in die Admiral Frauen Bundesliga.
- Die Thermenarena Stegersbach wird zukünftige Spielstätte vom FC Südburgenland.
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Lizenzierungsvorgaben
"Aufgrund der Lizenzierungsvorgaben für die Frauen Bundesliga war eine Entscheidung über die neue Spielstätte notwendig. Beispielsweise gibt es Mindestvorgaben für das Fluchtlicht und eine Platzgröße von 105 mal 65 Metern. Es sind auch zumindest drei Kabinen vorgeschrieben. Zwar gibt es dafür eine Übergangsfrist, aber spätestens in der übernächsten Saison sind diese Kriterien Grundvoraussetzung für eine Lizenz in der höchsten Liga. Da die Kriterien in Mischendorf nur sehr schwer zu erfüllen sind, mussten wir schweren Herzens einen neuen Weg beschreiten", so Obmann Christian Marth.
Deshalb strebte der FC Südburgenland auch die Suche nach einem alternativen Standort an. "Es gab mehrere Gespräche mit einigen Vereinen, wobei sich drei in die engere Wahl gebracht hatten. Für die Entscheidung mussten viele Aspekte mitberücksichtigt werden. Letztlich war auch die Nähe zur BFV-Frauenakademie in Stegersbach ein Aspekt, da ja viele der jungen Spielerinnen hier die Schule besuchen. Auch seitens der Gemeinde war eine große Bereitschaft da, uns zu unterstützen", so Marth.
- Alissa Zimmermann ist der erste Neuzugang für die Südburgenländerinnen.
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Vier Teams in vier Ligen
Eine weitere Herausforderung für den Verein ist auch, dass kommende Saison vier Teams unter einen Hut zu bringen sind. "Wir treten in der kommenden Saison mit insgesamt vier Teams in vier Ligen an. Wir spielen in der Admiral Frauen Bundesliga, in der Future League, in der burgenländischen Frauenlandesliga und es gibt auch ein U16-Akademieteam, das österreichweit in einer neu formierten Akademieliga antritt. Den Antrag für die burgenländische Landesliga haben wir bereits gestellt“, so Marth. Sportlich ist das Primärziel natürlich der Klassenerhalt und somit Verbleib in der obersten Frauenliga Österreichs. Der Kader wird fast komplett erhalten bleiben.
"Es laufen auch Gespräche mit einigen potenziellen Neuzugängen, um die Qualität und Breite gleichermaßen zu erhöhen. Wir hoffen natürlich, dass auch junge Talente aus der BFV-Frauenakademie in Stegersbach weiter in Richtung Bundesliga-Kader hinaufstoßen", betont der Obmann. Ein erster Neuzugang wurde bereits am Wochenende mit U17-Teamspielerin Alissa Zimmermann von Sturm Graz vermeldet. Zudem gibt es mit Nina Hütter eine neue sportliche Leiterin, die das Trainerteam von Harald Bacher verstärkt.
- Neue Fußballpartnerschaft: FC Südburgenland-Obmann Christian Marth, SV Stegersbach-Obmannstellvertreter und Gemeinderat Karl Krammer, Bürgermeister Landtagsabgeordneter Jürgen Dolesch, FC Südburgenland-Teammanagerin und Schriftführerin Simone Fazekas, BFV-Frauenakademieleiter Joachim Steiner
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Werbung für Stegersbach
Bürgermeister Jürgen Dolesch freut sich über die neue sportliche Attraktion für Stegersbach: "Dass der FC Südburgenland nunmehr in Stegersbach spielt, bringt mehrere Vorteile. Es gab früher schon das Bestreben, dass Südburgenland in Stegersbach spielt, das ist jetzt geschafft. In Stegersbach kann den Spielerinnen eine adäquate Sportstätte geboten werden, überdies bringt die Nachwuchsarbeit mit der HAK/HAS Stegersbach und der dort angesiedelten BFV-Frauenakademie nachhaltige Synergien für beide Seiten. Für den Tourismusort Stegersbach und die gesamte Region wird durch die Berichterstattung und durch die österreichweite live Übertragung via Fernsehen und über Streaming zusätzlich Werbung generiert."
"Das Mekka des Frauenfußballs im Burgenland ist ab jetzt Stegersbach!"
Joachim Steiner, Leiter, BFV-Frauenakademie
Diese Zusammenarbeit zwischen der BFV-Frauenakademie und dem FC Südburgenland bekommt im Herbst zusätzlich neue Kräfte. "Aktuell habe ich 19 Spielerinnen auf der Liste, die im Herbst beginnen möchten, diese Woche kommt eine weitere Interessentin. Von den 19 wollen 15 dann auch beim FC Südburgenland spielen. Die BFV-Frauenakademie ist seit fünf Jahren gewachsen, im Juni haben die ersten Spielerinnen maturiert", so Akademieleiter Joachim Steiner.
- Neue Sportliche Leiterin Nina Hütter und Trainer Harald Bacher
- Foto: FC Südburgenland
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Gemeinsame Lösungen
"Es war schwierig, dass wir alles unter einen Hut bringen. Gemeinsam haben wir aber eine gute Lösung gefunden. Wir haben vier Teams, da war die Koordination natürlich eine große Herausforderung. Stegersbach hat vier Plätze inklusive dem Kunstrasenplatz und dem Rasenplatz bei der Akademie. Die Trainings werden am Platz der BFV-Frauenakademie erfolgen", so Marth.
"Ich freue mich auf die neue Saison in Stegersbach. Wir werden auch hier zeigen, dass wir gut Fußballspielen können."
Lilla Sipos, Torschützenkönigin 2024/25
Obmannstellvertreter Karl Krammer bestätigt die lösungsorientierte Gespräche: "Es war nicht einfach, alles auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Wir haben acht Nachwuchsteams und zwei Kampfmannschaften. Die Kooperation mit der HAK gibt es bereits seit einigen Jahren und wird nun erweitert. Ich bin überzeugt, das wird auch weiterhin tadellos funktionieren." Als sportliches Ziel in der II. Liga Süd gibt er den "Wiederaufstieg in die Burgenlandliga" aus: "Das möchten wir seit Jahren, hatten aber meist einen verkorksten Herbst und eine starke Frühjahrssaison. Diesmal soll es gleich zu Beginn funktionieren."
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