04.04.2017, 18:01 Uhr

Einfach näher dran mit Andreas Bencsics in Schandorf

Der Gedenkstein „750 Jahre Schandorf“ ist dreisprachig beschriftet (deutsch, kroatisch, ungarisch). (Foto: Bencsics)

Dorfkultur auf breiter Basis: Andreas Bencsics ist seit Jänner 2014 Obmann des Kulturvereins Schandorf.

SCHANDORF. „Zum Begriff Dorfkultur zählt für uns alles, was das Lebensgefühl der hier lebenden Menschen hebt und der Erhaltung des kulturellen Erbgutes dient“, fasst Bencsics das Bemühen des Kultuvereines in einem Satz zusammen.
Dazu zählt beispielsweise in den letzten Jahren die Herausgabe zweier Doppel-CDs mit alten kroatischen Liedern, die früher gesungen wurden und immer mehr in Vergessenheit geraten. Dabei wurden diese authentisch mit volkstümlichen Instrumenten aufgenommen und auch in Pop-Band-Besetzung, um sie für Jugendliche interessanter zu machen.


Pflege kroatischen Liedgutes

Für heuer hat sich der Kulturverein Schandorf zum Ziel gesetzt, diese volkstümlichen und auch religiöse Lieder bei verschiedenen Anlässen mehrstimmig a capella zur Aufführung zu bringen, aufzunehmen und auf youtube online zu stellen.
Also auch die neuen Medien werden zur Erhaltung des kulturellen Erbgutes eingesetzt. Auch über die besonders in Archäologenkreisen bekannten Hügelgräber im Schandorfer Wald sind Text-, Bild- und Videomaterial online abrufbar.


24 Informationstafeln & Folder

Die idyllische Ruhe am gesamten Hotter von Schandorf nutzen nicht nur Schandorfer zum Spazieren, Wandern oder Radfahren. Vor Kulturdenkmälern (Kapellen, Kreuze, Marterl etc.) und wichtigen infrastrukturellen Einrichtungen wurden daher vom Kulturverein Schandorf Tafeln mit Hintergrundinformationen über die Errichtung aufgestellt.
In einem eigenen zweisprachigen Folder (deutsch/kroatisch) mit Informationen und Karten sind diese besonderen Punkte zu Spazierwegen zusammengefasst: Kapellenweg, Kreuzeweg, Hügelgräberweg, Infrastrukturweg.


Begegnungen am Bankerl und grenzüberschreitend

Ein harter Kern älterer Damen hält die Tradition aufrecht, sich in der warmen Jahreszeit auf Bankerln zusamenzusetzen, sich auszutauschen und vorbeikommende Menschen zum Verweilen einzuladen. Die persönliche Begegnung findet man in Schandorf jeden Tag, wenn man zu Fuß oder per Fahrrad das Dorf durchquert.
Begegnungen werden auch mit der Nachbargemeinde auf der ungarischen Seite gesucht. Seit mehr als 15 Jahren wird anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertages vom Kulturverein ein gemeinsamer Wandertag mit Narda organisiert.
Seit neuestem gibt es auch den Chor „Cantissimi“, bei dem Sänger und Sängerinnen aus Schandorf, Schachendorf, Dürnbach und Narda mitmachen. In den letzten 14 Tagen wirkte der Chor bei der ersten heurigen burgenländisch-kroatischen Wallfahrt in Dürnbach mit und vorigen Sonntag bei einer Messe in Narda.

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