12.04.2017, 15:33 Uhr

Familienbetrieb Autohaus Schwarz in Oberwart setzt auf den Vertrauensbonus

Das Erfolgsrezept von Dominik, Doris, Dieter und Josef Schwarz ist gegenseitiger Respekt und Vertrauen.

Josef Schwarz machte sich in der Autobranche als Verkaufsleiter einen Namen, bevor er sich am Standort Oberwart einen eigenen Betrieb aufbaute.

OBERWART (kv). Als Gabriele Schabhüttl für ihr Autohaus einen Nachfolger suchte, packte der damals 41-jährige Josef die Gelegenheit beim Schopf und machte sich selbständig. Er startete 1987 mit 32 Mitarbeitern und 400 Neuwagenverkäufen pro Jahr durch. "Damit waren wir das größte Autohaus in ganz Burgenland", erzählt Josef Schwarz stolz.

Volvo stieß zur Halbzeit dazu

Seit mittlerweile fast 30 Jahren kauft und repariert der Familienbetrieb Schwarz die Automarke Ford, im Jahr 2002 vergrößerte sich das Unternehmen um die Premium-Marke Volvo. "Die zweite Firmengründung habe ich gleichzeitig genutzt, um die Geschäfte an meinen Sohn Dieter weiterzugeben", so Josef.

Gegenseitiger Respekt

Mag für manch einen die Vorstellung befremdlich sein, seine Familie Tag und Nacht um sich zu haben, so ist bei Familie Schwarz hiervon nichts zu spüren. "Jeder hat in der Firma seinen Platz, es kommt daher sogar oft vor, dass wir uns gar nicht sehen", sagt Doris Schwarz. "Zuhause sprechen wir über andere Themen. Natürlich kommt es vor , dass wir ab und an Abends bei einem Bier zusammensitzen und berufliches besprechen", so Dominik. "Es funktioniert, weil jeder weiß was er tut und wir Entscheidungen, die der Einzelne getroffen hat, anstandslos akzeptieren", erklärt Josef.

Hart umkämpfter Markt

Gerade die Autobranche erlebt immer wieder Höhen und Tiefen, die rasante technische Entwicklung sowohl im Verkauf als auch in der Reparatur erfordert immer wieder eine Anpassung. "Intelligente Technik in der Autoherstellung verlangt von unseren Mitarbeitern und uns selbst immer wieder Schulungen. Heute geht ohne Laptop gar nichts mehr", so Dieter Schwarz.

Ein weißes Schaf

Immer wieder hört man von den "schwarzen Schafen" in der Branche, die die Unwissenheit von Kunden ausnutzen: unnötige Reparaturen, versteckte Mängel, unterlassene Serviceleistungen. Die Familie Schwarz hat mit solchen Geschäftspraktiken nichts am Hut. "Wir arbeiten gewissenhaft, legen alles offen und sind immer zur Stelle, wenn ein Kunde in Schwierigkeiten steckt", so Dieter Schwarz. "Eine Kundin hat bei mir sogar einen Gebrauchtwagen über das Telefon gekauft. Sie meinte, sie brauche ihn sich nicht anzuschauen, sie weiß, dass alles passt", erzählt der Firmengründer.

Niemand wird zurückgelassen

Für einen 100%igen Rundum-Service hat Dieter Schwarz sogar einen hauseigenen Abschleppservice gegründet und der Chef persönlich schreckt sogar nicht davor zurück, Samstags eine Kundin aus Nürnberg abzuholen, wenn es die Situation erfordert. "Sie steckte in der Klemme und hätte vor Ort tagelang auf die Behebung des Schadens warten müssen. Mein Sohn half mir bei der Rettungsmission", erzählt Dieter.

"Alles Auto" bestätigt
Dass Kundenzufriedenheit und -vertrauen wirklich nicht bloß leere Worte sind, bestätigen die unzähligen Auszeichnungen für die besten Werkstätten Österreichs. Das Magazin "Alles Auto" gibt jedes Jahr eine Liste mit den besten Werkstätten heraus. Kriterien dafür sind zum einen zufriedene Kundenzuschriften, zum anderen heimliche Werkstättentests von Profis. "Jemand kommt beispielsweise eine Minute vor Geschäftsschluss vorbei und braucht ein Ersatzteil samt Einbau."

Kunde ist Kaiser, Mitarbeiter König

Das 30-jährige Bestehen steht vor der Tür und ein Ende des Erfolges ist nicht in Sicht. Das verdanken sie nicht nur dem beispielhaften Umgang mit ihren Kunden, sondern auch der großen Wertschätzung, die sie ihren Mitarbeitern entgegenbringen. Ein Unternehmen steht und fällt am Ende mit seinem Team. "Wer sagt, die Mitarbeiter kosten einem zuviel, der macht etwas falsch. Ein Mitarbeiter kostet nichts, er bringt einem nur etwas", weiß Josef Schwarz.

Fähiger Nachfolger

"Junior-Chef" Dominik Schwarz steht auch bereits in den Startlöchern. Nach der HAK entschied sich der engagierte Jungunternehmer für eine Lehre als Kfz-Techniker. Jetzt studiert er im zweiten Semester Wirtschaft und arbeitet nebenbei im Familienunternehmen. "Unsere Branche entwickelt sich immer rasanter, eine breit gefächerte Ausbildung ist entscheidend für das Überleben des Betriebes", sagt Dieter Schwarz.

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