11.09.2017, 11:41 Uhr

Mutmaßlicher Täter der "Baseballschläger"-Attacke ausgeforscht

ChefInsp Fritz Wurglits und Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop (mit der Tatwaffe) berichteten über den Fahndungserfolg.

Ein 28-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart wurde am Sonntag festgenommen.

OBERWART. Wie berichtet wurde am 2. September in der Nacht ein junger Oberwarter von einem unbekannten Mann, der in einem weißen Caddy unterwegs war, attackiert und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde nun festgenommen.
"Die Medienberichte und auch Facebookpostings haben die Ermittlungen der Polizei wesentlich unterstützt und dazu beigetragen, dass auch durch Hinweise aus der Bevölkerung Tatwaffe und Täter in so kurzer Zeit ausgeforscht werden konnten", betonte Bezirkspolizeikommandandt Obstlt Oskar Gallop am Montagvormittag.

28-jähriger aus dem Bezirk

Der mutmaßliche Täter, ein 28-jähriger Mann - ohne Migrationshintergrund - aus dem Bezirk Oberwart, wurde am Sonntag festgenommen und in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Tatwaffe um ein ca. 60cm langes Stahlrohr handelte.
"Der Mann gab an, dass er nach Besuchen einiger Lokale in Oberwart alkoholisiert unterwegs gewesen sei. Die beiden Jugendlichen am Fahrrad hätten ihm den Stinkefinger gezeigt und beschimpft, daraufhin sei er ausgerastet", berichtet ChefInsp Fritz Wurglits.
"Beim Fahrzeug handelte es sich um einen weißen Caddy mit Wiener Kennzeichen, der auf einer Baustelle in Wien sichergestellt wurde. Der Mann, der bislang keine Vorstrafen hat, wurde im Bezirk Oberwart festgenommen. Die Tatwaffe selbst wurde auf einer Baustelle in einem Container in Wien gefunden", so Gallop.

Anonymer Hinweis

"Ein wichtiger Hinweis kam anonym an die Polizeiinspektion Friedberg. Ein Mann hatte sich dort gemeldet und ausgesagt, dass auch er und ein Freund von einem Unbekannten in einem weißen Caddy auf der Inform attackiert wurden. Zunächst wollten sie dies bei der Polizei melden, haben dann aber Abstand davon genommen. Erst die Medienberichte und Facebookpostings haben sie veranlasst, sich anonym zu melden", schildert Gallop, der den anonymen Zeugen ersucht, sich erneut bei der Polizei zu melden: "Das ist wichtig, um den zweiten Sachverhalt zu klären und eventuell eine weitere Straftat zu dokumentieren. Es wird absolute Vertraulichkeit zugesagt und wir ersuchen um weitere Hinweise aus der Bevölkerung."
Gallop bedankt sich besonders beim Landeskriminalamt und der PI Friedberg für die gute Zusammenarbeit.

Bericht Polizei - Phantombild
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