Einig gegen die Regierung

Josef Schett (Vorwärts), Elisabeth Blanik (SPÖ), Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) und Rudi Federspiel (FPÖ) (v.l.) einstimmig für den Zug und gegen die Regierung.
  • Josef Schett (Vorwärts), Elisabeth Blanik (SPÖ), Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) und Rudi Federspiel (FPÖ) (v.l.) einstimmig für den Zug und gegen die Regierung.
  • Foto: Brunner Images
  • hochgeladen von Claudia Scheiber

TIROL/BEZIRK. Die vier Oppositionsparteien im Tiroler Landtag - SPÖ, Vorwärts, FPÖ und die Liste Fritz - kämpfen weiter für die Erhaltung der Direktzugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck. Noch vor den heurigen Landtagswahlen beschloss der damalige Verkehrslandesrat Anton Steixner (ÖVP), den Zug zu streichen. Die neue Landesrätin Ingrid Felipe (Grüne) und Landeshauptmann Günther Platter sollen das jetzt rückgängig machen. Aus diesem Grund haben sich die Oppositionsparteien darauf geeinigt, einen Sonderlandtag zu beantragen, um den Direktzug für die Osttiroler Bevölkerung doch noch auf Schiene zu halten.

Kein Regierungsbeschluss

„Osttirol darf kein Bezirk 2. Klasse werden, der Direktzug zwischen Lienz und Innsbruck ist nicht verhandelbar. Er ist eine wichtige Verkehrsverbindung und eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für Osttirol", so Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Osttirol-Bezirkssprecher Markus Sint.
Der ehemalige ÖVP-Verkehrslandesrat Steixner habe das Aus für den Direktzug ohne Regierungsbeschluss, nur mit seiner Unterschrift am 15. Mai dieses Jahres, also zwei Wochen nach der Landtagswahl und eine Woche bevor er sein Amt abgeben musste, eingeleitet. Die Oppositionsvertreter sehen dies als Affront gegenüber allen Osttirolern und nehmen nun Landeshauptmann Günther Platter in die Pflicht. „Es war Steixner, der den Osttirolern diesen Bock geschossen hat, es liegt jetzt an Platter, diese Fehlentscheidung wieder gut zu machen. Die schwarz-grüne Landesregierung hat es selbst in der Hand, den Direktzug zu erhalten und zu verbessern," stellt Haselwanter-Schneider fest.

Keine wirkliche Alternative

„Der Direktzug ist finanzierbar und bis 2019 auch bezahlt, die von der Landesregierung geplante Alternative mit Ersatzbussen und Südtiroler FLIRT-Zügen samt Umsteigen in Franzensfeste wird für die Tiroler Steuerzahler wohl kaum billiger, zumal allein der Busersatz 1,2 Millionen Euro pro Jahr kosten wird und Südtirol dafür nichts bezahlt. Hinzu kommen die Kosten für die Südtiroler FLIRT-Züge. Die Landesregierung muss einen höheren Beitrag vom Land Südtirol herausverhandeln, denn derzeit bezahlt Südtirol für den Direktzug gerade einmal 168.000 Euro und nimmt noch 200.000 Euro Ticketgelder ein. Der Direktzug ohne Umsteigen ist die beste Nahverkehrsverbindung“, sind Haselwanter-Schneider und Sint fest überzeugt.

Autor:

Claudia Scheiber aus Osttirol

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