Alpine Käsevielfalt
LLA Lienz: Dem Geheimnis der Moleküle auf der Spur
- Die Schülerinnen besuchten die Ausstellung „Say Cheese“.
- Foto: Daniela Einhauer
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Im Rahmen eines Interreg Projektes begaben sich Schülerinnen der LLA Lienz in der Region Belluno auf Spurensuche.
LIENZ/BELLUNO. Beim grenzübergreifenden Interreg Projekt Dolomiti LIVE ist die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz gemeinsam mit dem Regionsmanagement Osttirol Projektpartner. So wurden gleich zwei Studytours in die Region Belluno zu Schuljahresbeginn organisiert. Anfang Oktober besuchten LehrerInnen und Bedienstete Landwirtschaftliche Betriebe, eine Hotelfachschule und die berühmten Eismacher vom Cadoretal in Langarone.
Die Schülerinnen der Abschlussklasse der Fachrichtung ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement folgten dann Anfang November den Spuren der Käse- und Eismacher.
Ihre Studytour führte zur Latteria la Genzainella in Padola, wo der Käsemeister Einblick in die Herstellung verschiedener Käsesorten gab. In Cortina wurde der Betrieb El Brite de Larieto besichtigt. Einfache, regionale Produkte in höchster Qualität sind hier das Geheimnis des Erfolgs. Die drei Standbeine – die Alm, die Käserei und ein von Michelin ausgezeichnetes Lokal – werden mit Begeisterung als Familienbetrieb geführt und sind sicher ein touristisches Highlight der Region.
- Betriebsbesichtigung bei El Brite de Larieto in Cortina.
- Foto: Daniela Einhauer
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Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Landwirtschaftsschule „Antonio della lucia“ in Feltre mit den Schwerpunkten Technik, Forst- und Landwirtschaft. Nachhaltigkeit und Biodiversität zählen zum Leitbild der Schule und bei der Betriebsführung waren die Hühnerzucht (3000 Hühner zur Erhaltung seltener Rassen), aber auch die alten Obst- u. Gemüsesorten von großem Interesse. Im Labor zeigten SchülerInnen Messungen zur Qualitätssicherung bei der Käseherstellung.
- Säuregradmessung im Schülerlabor Feltre.
- Foto: Daniela Einhauer
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Den Abschluss der Fachexkursion bildete das Ethnografische Museum Belluno mit der Ausstellung „Say Cheese“. Die Ausstellung ist ein Ergebnis des Projektes „ITAT4020 Alpine Käsevielfalt – Das Geheimnis der Moleküle“, bei dem 16 Almkäsereien beteiligt waren. Warum schmeckt Almkäse so besonders gut? Die besondere Qualität und der Geschmack wurden durch Laboruntersuchungen wissenschaftlich analysiert. Die Ausstellung zeigt Gerätschaften, Handwerk und Bilder und erzählt Geschichten über das Almleben. So berichtete ein Senner, dass nach dem Sturm Vaia für 10 Tage kein Käse aus der Milch gewonnen werden konnte. Auch Käseproben der LLA Lienz – als österreichischer Projektpartner – werden von Wissenschaftlern des National Resarch Council-Institut für die Dynamik von Umweltprozessen analysiert.
Ende November wird eine Abordnung der italienischen Projektpartner, zu denen auch die Coldiretti Belluno zählt, die LLA besuchen.
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