Doppelte Bergnot
Zwei alpine Rettungseinsätze beschäftigen Helfer in Osttirol
- Gleich zwei alpine Rettungseinsätze forderten am Dienstag die Einsatzkräfte in Osttirol: In Kals am Großglockner mussten drei verirrte Alpinisten aus schwierigem Gelände gerettet werden, in Amlach wurde ein erschöpfter Klettersteiggeher per Hubschrauber geborgen.
- Foto: pixabay (Symbolbild)
- hochgeladen von René Rebeiz
Gleich zwei alpine Rettungseinsätze beschäftigten am Dienstag Einsatzkräfte in Osttirol. Sowohl in Kals am Großglockner als auch in Amlach gerieten Bergsportler in schwierige Situationen und mussten von Rettungskräften beziehungsweise per Hubschrauber geborgen werden.
Orientierung verloren: Drei Alpinisten am Fanotkogel in Bergnot
Drei in Deutschland studierende Männer aus Bangladesch im Alter von 23, 24 und 25 Jahren starteten am 19. Mai 2026 gegen 4.30 Uhr vom Lucknerhaus über die Lucknerhütte in Richtung Stüdlhütte. Zur Orientierung verwendeten sie eine Offline-Karte am Handy.
Auf rund 2.600 Metern Seehöhe verloren die Alpinisten gegen 6 Uhr aufgrund fehlenden Handyempfangs die Kartendarstellung und kamen im dichten Nebel vom schneebedeckten Steig ab. In weiterer Folge stiegen sie über die Ostflanke des Fanotkogels weiter auf und gerieten dabei in zunehmend steiles, teils felsdurchsetztes Gelände.
Als die drei Männer gegen 6.45 Uhr den Rückweg antreten wollten, verhinderten hüfthoher und durchnässter Schnee einen sicheren Abstieg. Schließlich setzten sie einen Notruf ab. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse war eine direkte Hubschrauberbergung oberhalb von etwa 2.600 Metern zunächst nicht möglich.
Ein Mitglied der Bergrettung Kals am Großglockner sowie ein Alpinpolizist wurden daraufhin per Polizeihubschrauber in den Bereich der Viehböden geflogen und stiegen von dort zu Fuß zu den Verirrten auf. Gegen 9.40 Uhr konnten die drei erschöpften und teilweise durchnässten Männer unterhalb des Fanotkogels aufgefunden und gesichert ins Tal gebracht werden. Anschließend erfolgte der Weitertransport per Polizeihubschrauber zum Lucknerhaus.
Klettersteig-Tour endete mit Rettungseinsatz in Amlach
Ebenfalls am Dienstag geriet ein 27-jähriger Deutscher aus München in der Galitzenklamm in Amlach in eine alpine Notlage. Der Mann war gegen Mittag gemeinsam mit einem Begleiter über den Dopamin-Klettersteig aufgestiegen.
Im Abschnitt „Werner Beinhart“ mit Schwierigkeitsgrad E konnte sich der Kletterer gegen 12.45 Uhr aufgrund von Erschöpfung nicht mehr halten und stürzte in sein Klettersteigset. Dabei löste der Bandfalldämpfer aus. Trotz mehrerer Versuche gelang es dem Alpinisten nicht mehr, selbstständig weiterzukommen. Sein Begleiter setzte schließlich gegen 13.15 Uhr den Notruf ab. Der 27-Jährige wurde gegen 13.55 Uhr vom Rettungshubschrauber mittels Tau unverletzt geborgen und ins Tal geflogen. Wegen der längeren Hängezeit im Klettergurt wurde er zur weiteren medizinischen Abklärung ins Krankenhaus Lienz gebracht.
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