Andere Lösung gesucht
AMS lehnt Kurzarbeitsantrag von Liebherr ab

Die schlechte Auftragslage veranlasste Lieherr, um Kurzarbeit anzusuchen. Dies wurde nun abgelehnt. | Foto: Liebherr
  • Die schlechte Auftragslage veranlasste Lieherr, um Kurzarbeit anzusuchen. Dies wurde nun abgelehnt.
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Die Pläne des Haushaltsgeräteherstellers Liebherr, an seinem Osttiroler Standort in Lienz im Herbst 960 Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, sind gescheitert.

LIENZ. Das Arbeitsmarktservice (AMS) lehnte einen entsprechenden Antrag ab. Das Unternehmen will nun "Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung" ergreifen und eine "alternative Lösung" suchen, hieß es am Donnerstag. Wie diese aussehen könnte und ob damit ein Stellenabbau verbunden sein wird, war noch nicht klar.
Die Ablehnung wurde von der Tiroler AMS-Leiterin Sabine Platzer-Werlberger damit begründet, dass die Kurzarbeit für "nicht vorhersehbare, exogene Ereignisse gedacht" sei. Während der Corona-Zeit sei sie ein "definiertes Kriseninstrument" gewesen. Liebherr habe auch nicht ausreichend nachweisen können, dass die wirtschaftlichen Probleme zum Jahreswechsel beseitigt seien.

Alternative Lösungen

"Die Geschäftsführung, die Personalabteilung und der Betriebsrat der Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH arbeiten im engen Austausch daran, gemeinsam eine alternative Lösung zur Überbrückung der temporären Unterauslastung zu definieren", heißt es von Liebherr.
Liebherr hatte den Kurzarbeitsantrag für den Produktions- und produktionsnahen Bereich von Oktober bis Dezember 2024 mit einem massiven Einbruch des Markts für Kühlschränke nach der Coronapandemie begründet. Mit Anfang 2025 rechnete das Unternehmen aber mit einer Entspannung der Situation, weil neue Produktionslinien anlaufen würden. Daher wolle man die Arbeitskräfte nicht verlieren, wurde der Antrag argumentiert. Liebherr hatte aber bereits selbst ins Treffen geführt, dass es derzeit angesichts der geringen Arbeitslosigkeit keinen einzigen Betrieb in Österreich mit Kurzarbeit gebe und sich zu den Erfolgsaussichten skeptisch gezeigt.

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