Fahrradfreundliche Straße
"Nachtreten" auf der Hasnerstraße

Der stadteinwärts gelegene Beginn der "fahrradfreundlichen Straße" auf der Hasnerstraße beim Lerchenfelder Gürtel.
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  • Der stadteinwärts gelegene Beginn der "fahrradfreundlichen Straße" auf der Hasnerstraße beim Lerchenfelder Gürtel.
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Bereits 2012 wurde die Hasnerstraße in Ottakring zur ersten fahrradfreundlichen Straße Österreichs. Die Strecke zwischen dem Lerchenfelder Gürtel und der Vorortelinie, sowie der U3 Endstelle beim Bahnhof Ottakring wurde "verkehrsberuhigt", also mit Einschränkungen für den Kraftfahrzeugverkehr versehen.

An sechs Stellen wurde die Durchfahrt für alle anderen Fahrzeuge mittels Abbiegege- und verboten, sowie Sackgassen-Regelungen, Fahrverboten und Poller-Sperren verunmöglicht. Bis auf die beiden Querstraßen mit öffentlichem Verkehr, das sind die Possingergasse (Autobuslinie 10A) und die Panikengasse (Straßenbahnlinie 9) sind sämtliche Querungen durch "Vorrang geben" oder "Stopp-Schilder" benachrangt, Kreuzungen wurden mit "Ohrwaschln", sowie teils auch mit Aufdoppelungen zum weiteren Verlangsamen des Verkehrs in den ohnehin allgegenwärtigen Tempo-30-Zonen versehen.

Genau in der Mitte zwischen den Verkehrsadern Thaliastraße und Koppstraße gelegen, sowie parallel zu diesen verlaufend, wurde eine für den Fahrradverkehr optimierte, sichere Route quer durch den Bezirk geschaffen. Dort kann man mit dem Fahrrad den anderen, vom öffentlichen, gewerblichen und privaten Verkehr stark frequentierten, von Ost nach West verlaufenden Straßenzügen problemlos ausweichen.

"Unsportliches Nachtreten" an zwei Stellen.

Abgesehen vom komplett der Parkanlage einverleibten Straßenteil über den Schuhmeierplatz, finden sich mittlerweile aber doch auch zwei vermeidbare, unnötige "Seitenhiebe", wo sich Verantwortliche gewissermaßen ein "Nachtreten" in Richtung anderer Verkehrsteilnehmer offensichtlich nicht ganz verkneifen haben können.

Die "Grätzloase"

So wurden zwischen Pfenninggeldgasse und Possingergasse Parkplätze mit einer sogenannte "Grätzloase" verstellt, in Sichtweite und nur wenige Meter von der Grünoase am Schuhmeierplatz entfernt. Ausgerechnet dort, praktisch unmittelbar neben einer herrlichen Parkanlage, mit über zweihundert, schattigen Sitzplätzen zum Verweilen, durch eine solche "Maßnahme" auch noch zusätzlich Stellplätze zu blockieren, scheint doch eher mutwillig, provokant und verzichtbar zu sein.

Die uncoole "Coole Straße"

Der zweite Kritikpunkt ist die gerade derzeit ebenfalls aktuelle Total-Blockade des Bereichs zwischen Haymerlegasse und Haberlgasse, wo, außer Radverkehr und Fußgänger alle anderen, einschließlich der Anrainer, einfach komplett ausgesperrt wurden, sowohl was das Zufahren, als auch, was die Abstellplätze betrifft.

Vorwand dafür ist eine "Coole Straße", für welche natürlich sehr wohl auch ein eigener Container in diesem Bereich aufgestellt sein kann, und wo auch eine, offenbar irgendwie privilegierte "Künstlergruppe"einen Anhänger parken darf, ganz im Gegensatz zu den dortigen Anrainern. Diese abgesperrte, üblicherweise eher mäßig frequentierte Zone befindet sich nicht nur im Bereich einer sowieso schattigen Allee, sondern ist außerdem auch nur fünfzig Meter von einer bedeutsameren Grünoase, nämlich der Parkanlage am Richard-Wagner-Platz, mit über 160 schattigen Sitzgelegenheiten, entfernt. Dort befindet sich, etwa in dem vor dem Magistratischen Bezirksamt gelegenen Parkteil rund um das Hiroshima Denkmal, genug freier Platz, um den ganzen "Coole Straße"-Zauber gleich mehrmals unterzubringen, freilich ohne dort jemand damit so völlig zu behindern und zu verdrängen, wie dies auf der Hasnerstraße geschieht.

Jene Topf-Pflanzerln, mit denen der dortige Straßenabschnitt in diesem Zusammenhang jetzt anscheinend vorübergehend "begrünt" werden soll, nehmen sich zwischen all den großen Alleebäumen beidseits der Straße übrigens ziemlich mickrig und überflüssig aus.

Die Menschen, die daran vorbei radeln, wird 's nicht stören, abgesehen vielleicht davon, dass auch sie dort jetzt das Tempo nochmals drosseln müss(t)en.

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