26.03.2018, 10:23 Uhr

Kunstschule im Sandleitenhof: Kunst in vielen kleinen Dosen

Barbara Höller ist Vize-Direktorin der Kunstschule Wien, die in einer ehemaligen Apotheke untergebracht ist.

Die Kunstapotheke bietet allen Kunstinteressierten eine fundierte Ausbildung in Sachen Kunst und Kultur.

OTTAKRING. Ein Beruf im Umfeld von Kunst und Kultur soll es werden, aber was genau? Wie gut, dass es in der Kunstschule Wien ein Orientierungsjahr gibt. Die Schule ist in einer ehemaligen Apotheke im Sandleitenhof untergebracht, daher ist sie auch unter der Bezeichnung Kunstapotheke bekannt. "Im ersten Jaht probieren unsere Studenten und Studentinnen alle Richtungen aus. Ab dem 2. Semester spezialisieren sie sich dann aber bereits auf zwei Bereiche, auf zwei Werkstätten", erzählt Barbara Höller, Vize-Direktorin der Kunstschule Wien. "Nach diesem Orientierungsjahr gibt es eine Übertrittsprüfung. Dafür fertigen unsere Studenten eine Kunstmappe an. Anhand dieser Mappe helfen wir ihnen bei der Entscheidung", die Höller, die an der Kunstschule die Grundlagen des Zeichnens unterrichtet.

Bei dem großen Angebot fällt es schon mal schwer, sich zu entscheiden. So stehen Bildhauerei, Malerei und Prozess, Design und Raum, Comic, Grafik Design, Animation und Experimentalfilm und Keramik am Stundenplan. Dazu kommen die Basisfächer wie Kunstgeschichte, Farbenlehre, Werkstoffkunde, Bewegungsstudien, Wirtschaft und Recht oder Berufsbild Künstlerin dazu. "Wir laden auch immer wieder Künstler ein, die unseren Studtenten von ihrem Werdegang und ihrer Arbeit erzählen. Da erfahren unsere Studenten auch, dass so ein Künstlerleben nicht immer einfach ist. Allerdings wollen nicht alle Künstler werden, es gibt ein großes Tätigkeitsfeld im Bereich Kunst und Kultur", so Höller.

Kunst für alle Jahrgänge

Immer wieder bereiten sich die Studtenten mit Hilfe der Kunstschule auf die Aufnahmprüfung für die Akademie der bildenden Künste oder die Universität für angewandte Kunst vor. Denn einen akademischen Abschlauss bietet die Kunstschule derzeit nicht. "Unsere Absolventen bekommen ein Privat-Diplom. Wir arbeiten aber daran, dass wir einen Bachelor-Abschluss anbieten können", so Höller. Dafür benötigen die Studenten aber derzeit auch noch keine Matura, um die Schule zu besuchen. "Ab 16 Jahren steht die Tür jedem offen. Unserer älteste Schülerin ist 70. Die Finanzierung ist für uns trotz Studienbeitrag immer wieder eine Herausforderung für uns, daher suchen wir Kooperationspartner.".

Wer sich in der Kunstapotheke genauer anschauen möchte, hat am 10. April zwischen 16 und 17 Uhr die Gelegenheit dazu. Im Juni gibt es dann auch mehrere Tage der offenen Tür in der Liebknechtgasse 30 bzw in der Rosenackerstraße 14, wo die Keramikkurse stattfinden. Die Termine gibt es auf der Website.

Info: kunstschule.wien
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