Öffi-Frust
Buslinie 51A geteilt - Was die Penzinger Fahrgäste dazu wirklich sagen
- Das Hanusch-Krankenhaus ist jetzt täglich und ganztägig an die Öffis angebunden. Zusätzlich wurden die Intervalle auf der Strecke verdichtet.
- Foto: Christian Fürthner/Stadt Wien
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Die Teilung der bisherigen Buslinie 51 in die Linien 51A und 51B sorgt in Penzing weiterhin für unterschiedliche Reaktionen. Während viele Fahrgäste die dichteren Intervalle zwischen Hietzing und dem Hanusch-Krankenhaus begrüßen, berichten zahlreiche Anrainer über Nachteile auf dem nördlichen Streckenabschnitt.
WIEN/PENZING/HIETZING/OTTAKRING. Nachdem MeinBezirk bereits über die Änderungen in Bezug auf die Aufteilung der Buslinie 51 A berichtet hatte, meldeten sich zahlreiche Leserinnen und Leser mit ihren persönlichen Erfahrungen. Die Rückmeldungen reichen von deutlicher Kritik bis hin zu Zustimmung für das neue Konzept.
Seit Anfang Juli fährt der neue 51B vom Verkehrsknoten Hietzing direkt zum Hanusch-Krankenhaus. Gemeinsam mit dem 51A verdichtet er auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt das Angebot. Ab der Torricelligasse fährt jedoch nur noch der 51A weiter bis zum Ottakringer Bad. Genau diese Änderung sorgt bei vielen Fahrgästen für Unmut.
Längere Wartezeiten
Mehrere Anrainer berichten, dass sich die Intervalle des 51A deutlich verlängert hätten. Besonders Bewohner des Otto-Wagner-Areals sowie Menschen entlang der Ameisbachzeile und der Lebingergasse sehen darin eine Verschlechterung. Viele wünschen sich, dass der 51A weiterhin durchgehend über das Hanusch-Krankenhaus geführt wird, anstatt die Strecke auf zwei Linien aufzuteilen. „Die längeren Wartezeiten und das notwendige Umsteigen erschweren den Alltag erheblich. Gerade ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Personen mit eingeschränkter Mobilität sind davon besonders betroffen“, fasst Penzingerin Doris Rosskopf ihre Erfahrungen zusammen.
- Vom Ottakringer Bad aus kommend – muss man entweder zu Fuß gehen oder an der Toricelligasse umsteigen – um zum Haupteingang des Hanusch-Krankenhauses zu gelangen.
- Foto: Matthias Pandrea/MeinBezirk
- hochgeladen von Matthias Pandrea
„Der Weg zwischen den Haltestellen mag auf dem Papier kurz erscheinen, in der Praxis ist er für viele Fahrgäste jedoch beschwerlich und teilweise auch unsicher“, schildert Karoline Wrbka. Auch Familie Zibar kritisiert, dass die neuen Intervalle zu überfüllten Bussen und längeren Wartezeiten führen würden. Aus ihrer Sicht sei die frühere Linienführung deutlich praktikabler gewesen.
Christine Kristan weist darauf hin, dass besonders ältere Menschen und Patientinnen und Patienten durch das Umsteigen belastet würden. Ihrer Meinung nach wäre eine durchgehende Führung des 51A über das Hanusch-Krankenhaus mit kürzeren Intervallen die einfachere Lösung.
Negative Kommentare überwiegen
Ähnlich sieht es Isabella Tötzl. Sie berichtet, dass sich die Wartezeiten an der Lebingergasse nahezu verdoppelt hätten. Vor allem bei Schlechtwetter oder mit Einkäufen sei der vorgeschlagene Umstieg keine zufriedenstellende Alternative.
Es gibt jedoch auch positive Stimmen. Elisabeth Kolb bewertet die neue Linienführung insgesamt als gelungen. Aus ihrer Sicht profitieren die meisten Fahrgäste von den kürzeren Intervallen auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt. Der notwendige Umstieg für einen kleineren Teil der Fahrgäste sei ihrer Meinung nach vertretbar.
Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, dass die neue Linienführung unterschiedlich wahrgenommen wird. Während ein Teil der Fahrgäste die Verbesserungen begrüßt, wünschen sich andere eine Überarbeitung des Fahrplans oder eine erneute Evaluierung der aktuellen Lösung.
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