Sommerkampagne
KPÖ Penzing möchte endlich den Kendlerpark realisieren
- Lena Coufal, Bezirkssprecherin der KPÖ Penzing, bezeichnet den fehlenden Baufortschritt als "Skandal".
- Foto: KPÖ Penzing
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Seit Jahren klafft in der Kendlerstraße eine Baulücke, obwohl dort Wohnungen und ein öffentlicher Park entstehen sollten. Die KPÖ Penzing fordert nun mit einer Sommerkampagne die Umsetzung des versprochenen Projekts.
WIEN/PENZING/OTTAKRING. Trotz der hohen Temperaturen der vergangenen Tage geht die KPÖ Penzing gerade von Tür zu Tür. Ihr Ziel ist dabei klar definiert: „Her mit dem Kendlerpark!“ Denn wo eigentlich in der Kendlerstraße 35–37 Wohnungen und ein Park entstehen sollten, befindet sich aktuell immer noch nur eine Baulücke.
„In Zeiten der Klimakrise brauchen die Menschen in Penzing Schatten, Bäume und Plätze zum Zusammenkommen – keine abgesperrte Brachfläche“, erklärt Lena Coufal, Bezirkssprecherin der KPÖ. Mit ihrer Sommerkampagne sollen Haushalte in der direkten Nachbarschaft erreicht werden, damit der Bauzaun verschwindet und die Nachbarschaft ihren versprochenen Park bekommt.
Was vereinbart wurde
Die Probleme mit der Baulücke gehen laut KPÖ bereits auf das Jahr 2020 zurück. Damals widmete die Stadt Wien das Areal für einen privaten Bauträger in Bauland um. Im Gegenzug verpflichtete sich das Unternehmen vertraglich dazu, auf einem Teil der Fläche einen öffentlichen Park für die Bevölkerung zu errichten – bis heute ist jedoch nichts passiert. Dass aktuell immer noch kein Baufortschritt erkennbar ist, bestätigt auch die MA 37 – Baupolizei auf Anfrage.
- Zuletzt wurde der Bauzaun um die Kendlerstraße von Unbekannten mit Parolen beschmiert. Sie weisen darauf hin, dass in der Baulücke bislang nichts geschehen ist.
- Foto: Janine Kokesch/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Die Magistratsabteilung betont jedoch, dass die Bewilligung bis August 2027 gültig ist. Daher habe der Bauwerber „auch noch Zeit, um einen Baubeginn zu setzen“. Man betont jedoch auch, dass im vergangenen Jahr ein Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag zwischen der Baufirma Logos Immobilien GmbH sowie den Stadtgärten (MA 42) und der Abteilung für Immobilienmanagement (MA 69) unterzeichnet wurde. Gemäß diesem Dokument soll der Baubeginn spätestens im Sommer 2027 erfolgen. Die Fertigstellung ist dann für Ende 2028 angedacht.
Bemühungen werden weiterhin vorangetrieben
„Aus Sicht der Stadt Wien besteht weiterhin großes Interesse daran, die geplante Parkanlage möglichst bald umzusetzen“, heißt es hingegen auch aus der Penzinger Bezirksvorstehung. Die Entwicklung des Areals erfolge jedoch auf Basis eines städtebaulichen Vertrags und einer vereinbarten gemeinsamen Projektentwicklung mit dem Vertragspartner, wodurch einzelne Umsetzungsschritte von dessen Mitwirkung abhängig wären.
Man unterstreicht jedoch, dass die Stadt weiterhin versuche, die Voraussetzungen für den versprochenen Park zu schaffen. „Dabei wird auch die Übernahme der für den Park vorgesehenen Flächen in das Eigentum der Stadt im Rahmen der vertraglich vereinbarten Möglichkeiten und Fristen aktiv vorangetrieben.“
In den kommenden Wochen möchte die KPÖ Penzing dennoch an zahlreichen Haustüren klingeln, Infostände bei der U3-Station Kendlerstraße abhalten und das Gespräch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern suchen. Die gesammelten Unterschriften sollen dann im September an die Penzinger Bezirksvorsteherin übergeben werden. Der Bauwerber hat hingegen auf eine MeinBezirk-Anfrage – Stand Freitagnachmittag – noch nicht geantwortet.
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