Am Steinhof
Initiativen fordern neues Spital für das Otto-Wagner-Areal
- Hertenberger, Schmidt, Röhrich, Landerer und Hadinger (v.l.) luden zur Pressekonferenz ins Cafe Landtmann.
- Foto: Patricia Hillinger
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Das ehemalige Otto-Wagner-Spital Am Steinhof soll wieder medizinisch genutzt werden. Das fordern Initiativen.
WIEN/PENZING. Aufgrund des jüngsten Rückzugs der CEU-Soros-Uni, die vorerst in Favoriten bleiben will statt ins Otto-Wagner-Areal zu übersiedeln, ergibt sich laut der Initiative Steinhof und der Initiative Denkmalschutz eine historische Möglichkeit: Und zwar soll das ehemalige Spital endlich wieder belebt werden. Weiterhin werde auch der behutsame Umgang mit Denkmalschutz und dem Kulturerbe, das "keineswegs gesichert sei", eingefordert.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag hat die anwesende Gesundheits- und Kinder-Krankenpflegerin Elisabeth Schmidt ihre Gedanken dazu kundgetan. Das Otto-Wagner-Areal eigne sich ihrer Meinung nach aufgrund des Standorts mitten im Grünen hervorragend für eine Gesundheitsnutzung.
"Insbesondere bei psychischen Erkrankungen ist die Kombination aus ansprechender Jugendstil-Architektur und umgebender Natur ein heilsamer Faktor für die Gesundung." Darüber hinaus wünscht Carola Röhrich von der Initiative Steinhof eine sofortige Öffnung des Areals für die Bevölkerung.
Initiative fürchtet "wirtschaftliche Abbruchreife"
"Der Durchgang einzelner Personen zwischen leer stehenden Pavillons wird als Coronagefährdung für den verbliebenen Spitalsbetrieb dargestellt, während Massenveranstaltungen mit zehntausenden Personen wie beim Donauinselfest oder bei den Rolling Stones im Happel-Stadion als unproblematisch angesehen werden", klagt Röhrich.
- Foto: Archiv Initiative
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Sie hat den Verdacht, dass im OWS keine Zeugen für Umbauten an denkmalgeschützten Pavillons erwünscht sind. "Sollen sich die Untertanen vielleicht an die Aussperrung gewöhnen?", fügt Röhrich hinzu.
Markus Landerer, Obmann der Initiative Denkmalschutz ist um die Pavillons besorgt und befürchtet, dass das "sehr desolate Pavillon 8" ein ähnliches Schicksal wie die ehemalige Fleischerei erleidet, deren ältester Gebäudeteil bereits abgerissen wurde. "Viele Abbrüche in Wien wegen wirtschaftlicher Abbruchreife mahnen uns", erklärt Landerer.
- Foto: Archiv Initiative
- hochgeladen von Patricia Hillinger
"Den Ärmsten das Schönste"
Außerdem warte man immer noch auf ein Gesamtkonzept zur Weiternutzung von der Stadt Wien. Eine "Umnutzung" zu einer Privat-Universität oder zu Premium-Wohnungen nach dem Motto "Den Reichsten das Schönste" wäre heutzutage politisch das falsche Signal, sind sich beide Initiativen einig.
"Es braucht mehr Transparenz. Die Bevölkerung muss in den Planungsprozess miteingebunden werden", meint Röhrich. Gemeinsam will man die Menschen mobilisieren. Auch die Forderung nach Erlangung des Status "Weltkulturerbe" für das Jugendstil-Ensemble bleibe weiterhin Bestandteil ihrer Bemühungen.
Zur Sache
Initiative "Steinhof erhalten": www.steinhof-erhalten.at
Initiative "Denkmalschutz": www.aktion21.at sowie www.idms.at
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.