Penzing: Das Bordell gibt es noch nicht, der Protest ist schon da

"Die Anrainer haben Angst davor, was das Bordell nach sich ziehen wird", erklärt FPÖ Bezirksrat Patzer
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  • hochgeladen von Paul Martzak-Görike

PENZING. Die Baustelle in dem Ecklokal in der Pachmanngasse 2 versetzt seit einigen Wochen das Grätzel in Aufruhr. Gerüchten zufolge soll hier ein Bordell aufsperren.

Bestätigen lässt sich das freilich nicht. Zwei Schulen und eine Kirche liegen in unmittelbarer Nähe. Mit einer großen Mehrheit wurde in der Bezirksvertretungssitzung ein Resolutionsantrag dagegen beschlossen. "Niemand versteht, wieso es gerade an diesem Punkt ein Bordell geben soll", so FPÖ-Bezirksrat Bernhard Patzer. Auch eine Bürgerinitiative hat sich bereits formiert und Unterschriften gesammelt.

Aus rechtlicher Sicht wurden bei der Novelle 2011 die Schutzzonen rund um Schulen, Kindergärten und Kirchen abgeschafft. Trotzdem bedeutet das nicht, dass es keine Kontrollen gibt. Die Polizei prüft genau: So darf es etwa keine offensichtliche Beschriftung an der Außenseite des Bordells geben und es muss ein gesonderter Eingang zur Straße hin vorhanden sein. Probleme sollen so möglichst gering gehalten werden. Die Strafen für die Betreiber sind hoch. "Die meisten Menschen sind über ein Bordell in der Nachbarschaft unglücklich. Es muss aber gesagt werden, dass jeder Hauseigentümer ein derartiges Lokal verhindern kann", heißt es von der Meldestelle für Prostitution. Auch Bezirkschefin Andrea Kalchbrenner (SPÖ) ist wenig begeistert: "In so einer Sache bin ich natürlich auf der Seite der Bürger. Ich werde alles versuchen, damit dort kein Bordell entsteht."

Betreiber nicht erreichbar

Die Betreiber waren für die bz nicht erreichbar. Laut Auskunft von Wolfgang Langer von der Meldestelle für Prostitution gab bis Redaktionsschluss keinen Antrag: "Es kann auch sein, dass dieser nicht gestellt wird."

"Die Anrainer haben Angst davor, was das Bordell nach sich ziehen wird", erklärt FPÖ Bezirksrat Patzer
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