Freizeitwiese
Baden in Schwertberger Aist derzeit nicht möglich

UPDATE am 23. Juni: Wegen der jüngsten Unwetter ist die bakteriologische Belastung im Flussbad Aist in Schwertberg wieder gestiegen. Eine Wasseruntersuchung des Landes OÖ vom 21. Juni ergab eine Grenzwertüberschreitung von E.-coli-Bakterien und Enterokokken.

Die Gemeinde Schwertberg hat bereits entsprechende Hinweisschilder bei der Freizeitwiese aufgestellt. Die Probenergebnisse werden derzeit amtsärztlich begutachtet. Aus jetziger Sicht sei von der Erlassung eines Badeverbots auszugehen, informiert die Bezirkshauptmannschaft Perg.

Ursachenforschung läuft

Das Land Oberösterreich geht der Ursache der Keimbelastung an der Badestelle Aist aktuell auf den Grund. Es wurden bereits Begehungen und Erhebungen im Oberlauf und in Zubringerflüssen durchgeführt. Die Daten seien nun zu analysieren und mit Regenereignissen, die üblicherweise Überschreitungen verursachen, zu überschneiden. Es gelte konkret abzuklären, ob neben der Beeinflussung durch Niederschlagsereignisse auch andere Eintragspfade in Frage kommen.

Wasserqualität in Flussbädern schwankt

Das Land OÖ betont, dass Flüsse dynamische Systeme sind, welche in Abhängigkeit von Umland, Jahreszeit und Wettervorkomnissen mit Änderung der Wasserführung und der Fließgeschwindigkeit immer wieder Schwankungen unterliegen. Aufgrund dieser Dynamik ändert sich auch die Eintragsmenge von Mikroorganismen. Besonders nach Gewittern können aus dem Einzugsgebiet vermehrt Keime eingeschwemmt werden. Starkregenfälle können zeitlich begrenzte Belastungen mit Bakterien und Viren liefern. Weiters werden Flüsse praktisch immer als Vorfluter für gereinigtes Abwasser genutzt und unterliegen weit stärker als Seen vielfältigen Einträgen.

"Schuldzuweisungen kontraproduktiv"

„Ich halte fest, dass seitens des Landes keinerlei Versäumnisse bezüglich der Ergebnisfeststellung sowie Weiterleitung an die Behörde begangen wurden. Keine Gemeinde kann für besondere Regenereignisse verantwortlich gemacht werden, die zu außergewöhnlichen Einträgen in Fließgewässer führen. Diese hat es immer gegeben und wird es auch zukünftig geben", sagt der zuständige Landesrat Wolfgang Klinger. Er betont: Baden in freien Gewässern sei nur auf eigene Gefahr und Risiko möglich. Es müssten Eigenverantwortung und Hausverstand an den Tag gelegt werden.

URSPRÜNGLICHER BERICHT VOM 22. JUNI:

Das Aist-Flussbad in Schwertberg hatte bei einer bakteriologischen Wasseruntersuchung durch das Land Oberösterreich vor einigen Wochen schlecht abgeschnitten. Die Werte haben sich nun gebessert, sodass wieder gebadet werden kann, informiert Bürgermeister Max Oberleitner.

SCHWERTBERG. "Die Wassergüte in der Aist ist wieder gegeben, das schöne Wetter hat geholfen", freut sich Schwertbergs Bürgermeister Max Oberleitner. Das Land OÖ riet zuletzt am 7. Juni vom Baden ab, weil eine bakteriologische Untersuchung eine hohe Belastung des Gewässers ergeben hatte. "Wir haben sofort reagiert und Schilder beim Flussbad aufgestellt. Parallel haben wir Wasserproben untersuchen lassen, auch bis Hohensteg vom Kettenbach." Nach heutigem Wissensstand gehe die Wasserverschmutzung auf natürliche Ursachen zurück: Die schlechten Werte dürften mit schweren Unwettern vor einigen Wochen zusammenhängen, vermutet der Bürgermeister. "Ich habe die Gemeinde Tragwein ersucht, bei der Ursachenforschung beim Kettenbach zu helfen. Wir werden regelmäßig kontrollieren, damit wir uns in Sicherheit wiegen können." Denn: Gerade während der Ferien sei die Badestelle ein wichtiger Erholungsplatz in Schwertberg. 

Braune Wasserfarbe völlig normal

Das Land OÖ merkt an, dass die Wasserqualität von Flussbadestellen von Haus aus weit stärker Schwankungen unterliegt als in Seen. Abschwemmungen vom Ufer oder Einleitungen aus Mischwasserentlastungen können Ursachen temporärer Verunreinigungen sein. Ergebnisse an Flussbadestellen könnten generell nur als „Momentaufnahmen“ betrachtet werden, die Situation kann sich rasch ändern. Badegäste brauchen auf jeden Fall keine Bedenken haben, was die braune Farbe des Aist-Flusses betrifft, betont Bürgermeister Oberleitner. Die Färbung bedeutet nicht, dass die Aist schmutzig ist, sondern geht auf den Eisengehalt im Wasser zurück.


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