Zertifikatsverleihung für EU-Projekt "Hörpfade"
Bewusstseinsregion: Zeitgeschichte zum Hören

Projektteams, Coaches und Organisatoren: Mit den "Hörpfaden" sind in österreichisch-bayrischer Koproduktion spannende Radiobeiträge zur gemeinsamen NS-Geschichte entstanden.
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  • Projektteams, Coaches und Organisatoren: Mit den "Hörpfaden" sind in österreichisch-bayrischer Koproduktion spannende Radiobeiträge zur gemeinsamen NS-Geschichte entstanden.
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Die Region Mauthausen – Gusen – St. Georgen und das bayrische Dachau verbindet die gleiche leidvolle NS-Geschichte. Was geschah vor mehr als 80 Jahren hier wie dort, welche Verbindungen entstanden dadurch und wie prägen die Ereignisse von damals auch  heute noch das Leben der Bevölkerung? Auf akustische Spurensuche haben sich die Teilnehmer eines spannenden, von der EU geförderten, österreichisch-bayrischen Multimediaprojekts der Bewusstseinsregion gemacht. Entstanden sind beeindruckende Hörbilder, die beim Projektabschluss am 6. März im Aktivpark4222 präsentiert wurden.
Auch so kann man Geschichte auf zeitgemäße Art erforschen und weitergeben:  Mit interessierten Menschen aus der Region Dachau-Land und der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen werden länderübergreifende Kleingruppen gebildet. Aus dem Bezirk Perg mit dabei sind etwa Schüler des Medienzweiges der HAK Perg, Mitglieder des Heimatvereins Katsdorf und Experten der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und des Gedenkdienstkomitees Gusen. Eine ähnliche Zusammensetzung kommt aus Bayern, wo sich vor allem die Volkshochschule Dachau-Land im Projekt engagiert. Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks und von Radio FRO aus Linz vermitteln Know-how und praktische Anleitung zu Recherche, Dramaturgie und Tonschnitt für spannende Radiobeiträge. Als Koordinatoren fungieren die Bewusstseinsregion und die VHS Dachau, ein Budget kommt aus dem transationalen Leader-Projekt "Menschrechtezentrum nachhaltig in der Region verankern" der EU.

Binationale Teams gestalten Radiobeiträge

In zwei Projektwochen haben gemischte  österreichisch-bayrischen Teams umfassend recherchiert, Interviews geführt und daraus spannende "Hörpfade" fabriziert - fünf bis siebenminütige Tonbeiträge zu konkreten Menschen oder Plätzen beider Regionen. Was geschah am Bahnhof Lungitz, wo im Vorjahr bei Bauarbeiten über Skeletten aus dem siebten Jahrhundert eine Schicht Menschenasche aus der NS-Zeit unter den Gleisen gefunden wurde? Welche Gedanken gehen den Enkelinnen verurteilter lokaler KZ-Täter durch den Kopf, die diese als ganz normale Großväter in  Erinnerung haben? Aber auch ein Update zu Mythen und Tatsachen rund um die Bergkristall-Stollen oder das bis heute tabuisierte Lagerbordell im KZ Mauthausen, dem mehrere Schülerinnen eine packende Reportage gewidmet haben, sind Hörpfade zu Themen aus dem Bezirk. Auf gleiche Art lief das Projekt auch in der Region Dachau ab, die vor allem während des Aufbaus der Lager Mauthausen und Gusen eng mit der heimischen Geschichte verknüpft war. 

Beiträge auf interaktiver Landkarte abrufbar

Alle gestalteten Beiträge können auf der Plattform www.klingende-landkarte.de abgerufen werden, in dem man sie einfach in der jeweiligen Region, wo man sich zu einzelnen Schauplätzen hineinzoomen kann, anklickt . Die bayrischen Hörpfade rund um Dachau sind bereits online, jene in der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen werden in den kommenden Tagen verknüpft.

Autor:

Eckhart Herbe aus Perg

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