Testbetrieb am Sonntag mit "Wahlfahrt"
In einer Woche startet das PergShuttle

Projektleiter Anton Wahlmüller, Fahrer Josef Kragl junior (Firma Kragl Transporte), Bürgermeister LAbg. Anton Froschauer vor dem Perg Shuttle
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  • Projektleiter Anton Wahlmüller, Fahrer Josef Kragl junior (Firma Kragl Transporte), Bürgermeister LAbg. Anton Froschauer vor dem Perg Shuttle
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In genau einer Woche am Dienstag, 1. Oktober, startet das PERGshuttle seinen Betrieb. Die Stadt Perg will damit eine neue Ära für die Mobilität im ländlichen Raum einläuten. Das PERGshuttle ist die erste Maßnahme eines Gesamtkonzeptes für ein Mikro-ÖV-System, also eines Öffentlichen Verkehrs im kleinen Rahmen.

PERG (up). "Mit dem PergShuttle verbinden wir die Vorteile eines Anruf-Sammeltaxis mit jenen des Linienverkehrs. Wir haben auch auf kurze Umstiegzeiten ans öffentliche Verkehrsnetz wie den Zug nach Linz geachtet. Und wir sind bestrebt, das Projekt in der ganzen Region auszurollen", sagt Bürgermeister Anton Froschauer.
Gemeinsam mit einem professionellen Gemeindeentwickler, der Firma Communalp, hat die Stadt an einer für Perg passenden Lösung gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Konzept für ein Mikro-ÖV-System, welches verschiedene Maßnahmen beinhaltet.

PERGshuttle als erster Meilenstein

Als jenes Projekt, welches für die Projektgruppe unter der Leitung von Gemeinderat Anton Wahlmüller die höchste Priorität aufwies, stellte sich schnell das PERGshuttle heraus, welches nun als erstes auch in Umsetzung geht. Als ausführende Firma konnte die Firma Kragl gewonnen werden, die auch maßgeblich bei der Erarbeitung des Detailkonzeptes mitgearbeitet hat, eigentlich sogar die Projektidee eingebracht hat.

„Seit vielen Jahren bin ich im Regionalverkehrsverband Donau Raum Perg tätig. Wir konnten bei den Verbindungen der Donauuferbahn und des OÖVV die Fahrgastzahlen kontinuierlich steigern. Ein Thema war aber immer, dass man vom Bahnhof in Perg nicht zum Ärztezentrum, Fachmarktzentrum bzw. in die Ortschaften Auhof, Dörfl, Lehenbrunn, Mitterberg, Pergkirchen, Tobra und Thurnhof kommt. Die erste Meile oder die letzte Meile fehlte immer und der Wunsch nach einem Rundkurs in der Stadt zusätzlich zu den bestehenden Angeboten war sehr groß", verrät Wahlmüller. „Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass viele Bewohner aus den östlichen Ortschaften viele Einzelfahrten mit dem Pkw zurücklegen müssen, um ihre Kinder zu den Sportstätten, Musikschulen, etc. zu bringen oder auch, um ihre Einkäufe zu erledigen. Eine Fahrt kostet einen Euro, das ist für alle leistbar", so Wahlmüller. 

Beim Stadtfest wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Reaktionen waren durchwegs positiv, sagt Busfahrer Josef Kragl junior: "Es gab viele Fragen: Wie das genau funktioniert, mit dem Fahrplan und den Sonderfahrten. Auch aus Weinzierl gab es großes Interesse. Es ist auch möglich, anzurufen, wenn jemand nicht zur Haltestelle im Zuge des Ringverkehrs kommen kann."

Wahlfahrt am 29. September

All jene, die nicht mobil sind, können am kommenden Sonntag, 29. September, das PERGshuttle schon vor Betriebsstart kennenlernen. Dle Stadt Perg bietet die Möglichkeit, sich zum Wahllokal bringen und wieder abholen zu lassen. Unter der PERGshuttle-Mobilnummer 0664/514 31 36 kann man sich bis Samstag, 28. September, noch anmelden. Mögliche Fahrtzeiten werden je nach Verfügbarkeit telefonisch vom Fahrer bekannt gegeben. Kosten: 1 Euro pro Person und Fahrt

Alternative zum Zweitauto

„Wenn wir den Individualverkehr reduzieren wollen, dann liegt es vor allem an den Gemeinden, ein differenzierteres Angebot zu erstellen, welches auch eine hohe Flexibilität aufweist und in kurzer Zeit zur Verfügung steht", sagt Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton Froschauer. „Es wird nicht die EINE Lösung geben. Vielmehr wird eine Verschränkung von bestehenden Angeboten mit neuen zusätzlichen Einrichtungen notwendig sein, um die Bedürfnisse der Bevölkerung abdecken zu können." Froschauer: „Das Ziel ist, dass die Perger Bevölkerung die Möglichkeit hat, künftig eventuell auf das Zweitauto verzichten zu können. Dadurch könnte der Co2-Ausstoßes reduziert werden. Das Angebot der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) haben wir auf Grund unseres Bedarfes sofort aufgegriffen und ein Pilotprojekt gestartet. Nun freuen wir uns, dass nach einem Jahr harter Detailplanungen der Betrieb des PERGshuttle aufgenommen werden kann."

"Meine Bitte an die Perger Bevölkerung: Seien Sie neugierig, lassen Sie sich darauf ein und erleben Sie selbst, wie unkompliziert und entspannt es sein kann, sich von A nach B chauffieren zu lassen. Keinen Parkplatz suchen, keine Tankrechnung und natürlich sparen Sie sich auch alle anderen Kosten, die ein Auto mit sich bringt", ruft der Stadtchef die Bevölkerung auf, das neue Angebot zu nutzen.

»Unsere Intention ist, dass das PERGshuttle eine dauernde Einrichtung werden soll. Wenn die Bevölkerung dieses Angebot aktiv nutzt, dann kann auch der Bestand und der Ausbau dieses neuen Öffis garantiert werden. Es ist wie auch bei anderen Dienstleistungen: Die Konsumentinnen und Konsumenten haben es selbst in ihrer Hand", so Froschauer.

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Die drei Nutzungsmöglichkeiten im Überblick

STADTSHUTTLE Im Stadtgebiet am Vor- und Nachmittag
Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten des OÖVV ist das Fahrzeug im Stadtgebiet unterwegs und kann für Einkaufsfahrten, Arztbesuche und so weiter genutzt werden. Das PERGshuttle dient auch als Zubringer, um mit Bus oder Zug im Anschluss z.B. nach Linz weiter zu reisen. Es ist auch möglich, entlang der Route der Ring-Verbindung auszusteigen.

ANRUF-SAMMELTAXI (AST)
Ost am Vor- und Nachmittag
Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Ortschaften Auhof, Dörfl, Lehenbrunn, Mitterberg, Pergkirchen, Thurnhof und Tobra wird am Vor- und Nachmittag die Möglichkeit geboten, zu den im Fahrplan ausgewiesenen Zeiten ins Stadtgebiet und auch wieder zurück zu gelangen. Dle Buchung ist telefonisch, per SMS und auch über Whatsapp möglich.

SONDERFAHRTEN für Gruppen im Zeitraum von 16.15 bis 20 Uhr
Nach rechtzeitiger Vereinbarung steht das Fahrzeug für regelmäßig wiederkehrende Fahrten von mindestens drei Personen z.B. zum Training, zur Turnstunde, etc. im gesamten Gemeindegebiet zur Verfügung. Die Pergerinnen und Perger können so gesammelt Termine z.B. von Vereinen wahrnehmen. Sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Senioren soll so die aktive Teilnahme am Vereinsleben erleichtert werden. Sie werden von zu Hause abgeholt und können auch zu Hause wieder aussteigen.

Der Preis für eine Fahrt beträgt 1 Euro pro Person. Wer das PERGShuttle regelmäßig nutzen möchte, kann sich auch gleich eine Monats- oder Jahreskarte sichern und somit ein ganzes Jahr über das Angebot zum Pauschalpreis nutzen.

Preise
Einzelfahrt: € 1,00
Monatsticket: € 19,00
Jahresticket: € 100,00

Tickets für Einzelfahrten sind direkt im Shuttle, Monats- und Jahrestickets am Stadtamt Perg erhältlich und nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bowit) gefördert und im Rahmen des Programms - Mikro-ÖV Systeme im ländlichen Raum - durch die Schieneninfrastruktur Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.

Autor:

Ulrike Plank aus Perg

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